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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Novo Nordisk: Konkurrent Viatris kämpft gegen Wegovy-Patente
Der US-Generikahersteller Viatris fechtet Patente des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk an. Dabei geht es um den Wirkstoff im erfolgreichen Abnehm-Medikament Wegovy. Eine Entscheidung in den USA könnte noch in dieser Woche fallen.
Viatris fechtet die Gültigkeit von drei Semaglutid-Patenten an. Semaglutid ist der Wirkstoff der Abnehm-Medikamente Wegovy und Ozempic, mit denen Novo Nordisk aktuell viel Geld verdient und deren Erfolg den Aktienkurs der Dänen stark getrieben hat. Anfang September war Novo Nordisk kurzzeitig zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen Europas aufgestiegen, bevor der Luxusgüterkonzern LVMH die Spitzenposition zurückeroberte.
Analysten bleiben gelassen
Eine Entscheidung des US-Patent- und Markenamtes (USPTO) in dem Streit mit Viatris wird möglicherweise bereits in dieser Woche erwartet. Analysten der Großbanken Barclays und Jefferies zeigen sich allerdings nicht übermäßig besorgt. Wie bewertet ECOreporter die Aussichten der Novo Nordisk-Aktie aktuell?
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In einer aktuellen Studie bezeichneten die Jefferies-Experten die Argumente von Viatris als schwach. Die Chancen für einen Erfolg von Novo Nordisk in dem Konflikt sehen sie bei 70 Prozent.
Eine Barclays-Studie wiederum sieht den Patentschutz für Semaglutid noch bis 2032 als gesichert an. Mehr Sorgen machen den Bankern Produktionsengpässe aufgrund der hohen Nachfrage insbesondere bei Wegovy und eine mögliche bakterielle Kontamination in einer der Semaglutid-Produktionsstätten von Novo Nordisk im US-Bundesstaat North Carolina.
Novo Nordisk hatte Probleme in dem Werk bestätigt. Der Pharmakonzern erklärte allerdings, dass der Produktionsstandort weiterhin in Betrieb sei. Barclays schlussfolgert daher, dass die Auflagen der US-Arzneimittelbehörde FDA erfüllt worden sein müssen.
Die Novo Nordisk-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 1,0 Prozent im Minus zum Freitag und kostet 85,44 Euro (Stand: 2.10.2023, 10:44 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 1,3 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 68,5 Prozent an Wert gewonnen.
Aktie scheint überhitzt
Novo Nordisk hat Mitte September einen Aktiensplit durchgeführt. Das führte dazu, dass der Kurs jetzt optisch günstiger wirkt. Tatsächlich ist die Aktie aber nicht billiger geworden und hat auch nicht drastisch an Wert verloren. Mehr dazu lesen Sie hier.
Tatsächlich wirkt die Novo Nordisk-Aktie nach den Verkaufserfolgen und den hohen Kursgewinnen der letzten Monate aktuell etwas überbewertet. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis ist mit 38 für 2023 hoch, mit 32 fällt es für für 2024 nicht viel niedriger aus. Für einen Neueinstieg sollten defensivere Anlegerinnen und Anleger aktuell auf Kursrücksetzer warten.
Grundsätzlich betrachtet ECOreporter Novo Nordisk aber weiter als krisenresistentes Langfrist-Investment mit hervorragender Perspektive. Im August hob der Konzern seine Jahresprognose an, zuletzt schloss er einen Vertrag für die günstige Herstellung von Insulin in Afrika. Wer die Aktie bereits im Depot hat, sollte an ihr festhalten und allenfalls kleine Positionen verkaufen, um Buchgewinne mitzunehmen.
Novo Nordisk ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Dividendenkönige. Zu unserem Unternehmensporträt gelangen Sie hier.
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Novo Nordisk A/S: ISIN DK0062498333 / WKN A3EU6F