Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Nvidia schließt Milliarden-Deal mit KI-Start-up
Der US-Chipentwickler Nvidia wird wohl im großen Stil Chips für Künstliche Intelligenz (KI) an das Start-up Thinking Machines Lab liefern. Dabei dürfte es um einen Auftrag im zweistelligen Milliardenwert gehen.
Laut den Unternehmen hat Nvidia eine "bedeutende" Investition in Thinking Machines getätigt. Im Gegenzug bestellt das US-Start-up im Umfang von mindestens einem Gigawatt KI-Chips der nächsten Generation ("Vera Rubin") von Nvidia.
Kritik an möglicher Kreislauffinanzierung
Laut der "Financial Times" dürfte der Auftrag einen Umfang im zweistelligen Milliardenbereich haben. Die Unternehmen selbst nannten keine konkreten Zahlen. Nvidia hatte sich bereits an einer früheren Finanzierungsrunde mit über zwei Milliarden Dollar an Thinking Machines beteiligt.
Nvidia hat sich zuletzt an mehreren großen Abnehmern seiner KI-Chips beteiligt. Bei Beobachtern wächst laut "Financial Times" daher inzwischen die Sorge einer Kreislauffinanzierung – also dass ein Unternehmen Geld in Firmen investiert, damit diese dann seine Produkte kaufen.
Das wichtigste Produkt von Thinking Machines ist eine Software namens "Tinker". Damit können Firmen große Sprachmodelle, also KI-Assistenten wie ChatGPT, für eigene Anwendungen anpassen.
In dieser Woche berichtete das US-Computermagazin "Wired" außerdem, dass Nvidia an einer sogenannten KI-Agentenplattform namens "NemoClaw" arbeitet. Während klassische KI-Assistenten wie ChatGPT meist nur auf einzelne Eingaben reagieren und Antworten generieren können, sollen solche KI-Agenten in der Lage sein, mehrstufige Aufgaben auszuführen und dabei selbstständig verschiedene Programme oder Online-Dienste zu steuern.
"Wired" zufolge hat Nvidia "NemoClaw" bereits bei verschiedenen großen Softwareanbietern wie Cisco, Google und Adobe beworben. Es soll sich um ein Open-Source-Projekt handeln, der Code wird also frei zur Verfügung stehen. Dahinter dürfte der Gedanke stehen, die Nutzung von KI allgemein zu verbreiten. Auch der aktuell bekannteste KI-Agent, OpenClaw, ist Open Source.
Wertvollste Aktie der Welt
Der Einsatz von KI-Agenten ist nicht unumstritten. Neben der Angst vor Stellenabbau durch KI-Nutzung gelten auch die Programme selbst nicht immer als zuverlässig. KI-Agenten mit weitreichenden Zugriffsrechten können potenziell erhebliche Schäden anrichten. Es gibt diverse Berichte von Fällen, in denen OpenClaw etwa ganze Datenbanken samt Backups löschte, weil Aufgaben "falsch verstanden" wurden.
Die Nvidia-Aktie schloss am Freitag 0,9 Prozent im Minus zum Vortag bei einem Preis von 157,78 Euro (Stand: 14.3.2026, 22:02 Uhr). Auf Monatssicht legte die Aktie 1,9 Prozent zu, im Jahresvergleich gewann sie 41,7 Prozent.
Bleiben Sie immer gut informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen ECOreporter-Newsletter.
Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 4 Billionen Dollar ist Nvidia das wertvollste Unternehmen der Welt. In den letzten fünf Jahren hat der Kurs sich mehr als verzehnfacht. Im Februar konnte der Konzern mit seinen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 die hohen Erwartungen erneut übertreffen. Mehr dazu und wie ECOreporter die Nvidia-Aktie aktuell einschätzt, lesen Sie hier.
Nvidia Corp.: ISIN US67066G1040 / WKN 918422
(Aktuelle Kursdaten zur Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)
Verwandte Artikel
09.03.26
>