SAP ist in den USA verklagt worden. / Foto: SAP

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Oberster US-Gerichtshof lässt Kartellklage gegen SAP zu

Der Walldorfer IT-Konzern SAP muss sich in den USA einer Klage des Datenbankanbieters Teradata stellen. Der US Supreme Court lehnte eine Beschwerde des ECOreporter-Aktien-Favoriten gegen die Klage ab.

Teradata wirft SAP Verstöße gegen das US-Wettbewerbsrecht vor. Demnach sei es nicht rechtmäßig, dass die Walldorfer beim Verkauf von Planungssoftware auch den Kauf der SAP-Datenbank Hana zur Bedingung machen. Teradata bietet eine konkurrierende Analysedatenbank an.

Supreme Court lässt SAP-Argumente nicht zu

Eigentlich hatte ein Gericht in Kalifornien 2021 in dem Fall  bereits zugunsten von SAP entschieden. Im vergangenen Jahr urteilte ein Bezirksgericht aber, dass der Prozess bezüglich der Kartellverstöße fortgesetzt werden darf. ECOreporter berichtete hier. Das Verfahren ist für April 2026 angesetzt.

SAP ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige.

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In einer Klage aus dem Jahr 2018 hatte Teradata SAP ursprünglich nicht nur Wettbewerbsverstöße, sondern auch den Diebstahl von geistigem Eigentum vorgeworfen. Den Anschuldigungen zufolge hätte SAP ein 2006 gegründetes Joint Venture mit Teradata nur dazu genutzt, um Zugriff auf die Technologie von Teradata zu erhalten. Auf Basis dieser Informationen sei dann SAP Hana entwickelt worden.

SAP hatte nun versucht zu erreichen, dass der Supreme Court die Entscheidung des Revisionsgerichts überstimmt. Dabei hatte der Konzern unter anderem argumentiert, die Wettbewerbsklage sei eine Gefahr für Innovationen im US-Techsektor.

SAP hatte sich auf eine Entscheidung zugunsten von Microsoft aus dem Jahr 2001 gestützt. Damals hatte ein Gericht die Bündelung des Betriebssystems Windows mit dem Internet Explorer für rechtmäßig erklärt. Der oberste US-Gerichtshof wies die Argumente von SAP allerdings zurück. Der Microsoft-Fall sei für das aktuelle Verfahren zudem irrelevant, so die Richter.

Im September hatte die EU-Kommission ein Wettbewerbsverfahren gegen SAP eingeleitet. Die Behörde prüft, ob der Konzern andere Firmen, die ebenfalls Wartungs- und Supportdienstleistungen für SAP-Software anbieten, wettbewerbswidrig benachteiligt. Durch eingeschränkte Wahlmöglichkeiten könnten Kunden höhere Kosten entstehen.

Gute, aber teure Aktie

Die SAP-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 1,5 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 234,95 Euro (Stand: 7.10.2025, 12:23 Uhr). Auf Monatssicht stieg der Kurs um 2 Prozent, im Jahresvergleich legte die Aktie um 17,4 Prozent zu.

SAP hat seinen Gewinn im zweiten Quartal 2025 deutlich gesteigert, seine Jahresprognose entgegen den Erwartungen einiger Analysten allerdings nicht angehoben (ECOreporter berichtete hier). Dennoch steht der Konzern wirtschaftlich hervorragend da und hat weiter gute Aussichten. Besonders die Umstellung auf die Cloud als Kerngeschäft zahlt sich aus.

Grundsätzlich ist SAP nach Einschätzung von ECOreporter damit ein attraktives Investment-Thema. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 39 für 2025 ist die Aktie aktuell aber teuer. Anlegerinnen und Anleger sollten Rücksetzer abwarten, bevor sie einsteigen.

Lesen Sie auch den ECOreporter-Überblick über die Entwicklung der nachhaltigen Dividendenkönige.

SAP SE:  ISIN DE0007164600 / WKN 716460

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