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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Photon Energy macht weniger Umsatz und Gewinn
Der niederländische Solarkonzern Photon Energy hat 2023 deutlich weniger Umsatz und Gewinn erzielt. Das Unternehmen verfehlte dabei auch die bereits gesenkte Prognose. Der Anlagenbestand stieg unterdessen auf ein neues Rekordniveau.
Nach vorläufigen Zahlen sanken die Umsatzerlöse um 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 74,4 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich um 79 Prozent auf 5,1 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 14,4 Millionen Euro. 2022 hatte der Konzern einen Gewinn von 6,3 Millionen Euro erzielt.
Anlagenbestand steigt deutlich
Damit verfehlte Photon Energy auch die bereits gesenkte Prognose für 2023. Diese hatte einen Umsatz von 75 bis 80 Millionen Euro und ein EBITDA von 10 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Vor allem das vierte Quartal lief schlecht: Der Umsatz sank in den Monaten Oktober bis Dezember um 45,5 Prozent auf 14,9 Millionen Euro, das EBITDA sackte um 75,5 Prozent auf 357.000 Euro ab.
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"Wir sind uns bewusst, dass die im Bericht zum vierten Quartal 2023 veröffentlichten Ergebnisse nicht unseren Wünschen und Versprechen zu Beginn des Jahres 2023 entsprechen. Es war eine herausfordernde Zeit aufgrund externer und interner Faktoren, die sich im Laufe des Jahres zu unseren Ungunsten veränderten", so Photon Energy-Chef Georg Hotar.
Das Unternehmen habe unter der schwachen Konjunktur, hohen Zinsen und sinkenden Energiepreisen gelitten. Hinzu kamen Verzögerungen bei der Inbetriebnahme neuer Kraftwerke in Rumänien, geringere Stromerträge und ein harter Wettbewerb im Vertriebssegment für Komponenten von Solaranlagen. Auch die Integration des polnischen Energieunternehmens Lerta in die Konzernstrukturen habe sich als anspruchsvolle Aufgabe erwiesen.
Die EBITDA-Prognose von 10 Millionen Euro sei zudem abhängig gewesen vom Abschluss der Verhandlungen über den Verkauf polnischer Photovoltaikprojekte, wie Unternehmenschef Hotar erklärte. Dieser Verkauf von 2,3 Megawattpek (MWp) an die polnische INWE-Gruppe kam allerdings erst im Januar 2024 zustande. Aktuell laufen laut Photon Energy weitere Verhandlungen über 32 MWp in Polen und 54 MWp in Rumänien.
Gut entwickelte sich hingegen der Ausbau des Anlagenbestands. Mit insgesamt 35,4 MWp, die innerhalb eines Jahres in Betrieb genommen wurden, habe man die größte Steigerung der Erzeugungskapazität in der Geschichte des Unternehmens erreicht. Zum Jahresende verfügte der Konzern über Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 127,3 MWp.
Aktie und Anleihe mit hohen Risiken
Die Photon Energy-Aktie ist im Handel an der Börse Stuttgart aktuell 1 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 1,90 Euro (Stand: 20.2.2024, 9:25 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 2,1 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 26,3 Prozent an Wert eingebüßt.
Die börsennotierte Anleihe 2021/27 von Photon Energy steht an der Börse Stuttgart aktuell nur bei 65,25 Prozent und hat zum Vortag 0,9 Prozent an Kurswert eingebüßt (20.2.2024, 9:25 Uhr). Mitte 2023 war der Kurs deutlich eingebrochen und schwankt seitdem stark.
Die Geschäfte bei Photon Energy laufen schlecht, hinzu kommen Standortrisiken in Osteuropa. Auch ist das Unternehmen nicht unerheblich verschuldet: Langfristigen Vermögenswerten von 189 Millionen Euro standen Ende Dezember knapp 150 Millionen Euro an Verbindlichkeiten gegenüber. Die gestiegenen Zinsen sind eine Belastung für die Profitabilität des Unternehmens.
ECOreporter rät vorsichtigen Anlegerinnen und Anlegern weiterhin von einem Kauf der Aktie und der Anleihe ab.
Photon Energy N.V. Aktie: ISIN DE000A3KWKY4 / WKN A3KWKY
Photon Energy Anleihe 2021/27: ISIN DE000A3KWKY4 / WKN A3KWKY