HPS hat sich mit seinem hochpreisigen picea-System nicht am Markt behaupten können. / Foto: HPS

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picea-Hersteller HPS ist insolvent – Anlegern droht Totalverlust

Im Februar hatte der Stromspeicherhersteller HPS Home Power Solutions einen Antrag auf Durchführung eines Eigenverwaltungsverfahrens gestellt. Mittlerweile befindet sich das Berliner Unternehmen in einem Regelinsolvenzverfahren, Rückzahlungen an Anlegerinnen und Anleger erscheinen sehr unwahrscheinlich.

Das Amtsgericht Charlottenburg eröffnete am 1. April das Insolvenzverfahren „wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung“. Einen Tag später teilte der vom Gericht bestellte Insolvenzverwalter Philipp Grauer bereits mit, es liege Masseunzulänglichkeit vor. Heißt: Bei HPS sind kaum noch Vermögenswerte vorhanden. Private Investoren, die in den letzten Jahren Nachrangdarlehen und Genussscheine des Unternehmens gezeichnet hatten, dürften ihr eingesetztes Kapital, soweit es noch nicht zurückgezahlt wurde,vollständig verlieren.

Im Februar hatte HPS noch mitgeteilt, man wolle in Eigenverwaltung versuchen, einen Käufer für das Unternehmen zu finden, um es zu sanieren. Mittlerweile hat HPS seinen Geschäftsbetrieb eingestellt. Die Firma baute den Ganzjahres-Stromspeicher picea, der mit grünem Wasserstoff betrieben wird und den jährlichen Strombedarf eines Einfamilienhauses vollständig abdecken soll. Zudem kann entstehende Abwärme zum Heizen genutzt werden.

ECOreporter hatte 2020 zu einem Nachrangdarlehens-Angebot von HPS geschrieben: "Wer in das Projekt investiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass die Vermögensanlage mit erheblichen Risiken verbunden ist und es zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals kommen kann."

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