Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
PNE erzielt mehr operativen Gewinn – Dividende soll stabil bleiben
Der Cuxhavener Grünstromkonzern PNE hat 2023 seinen Anlagenbestand weiter ausgebaut und ein besseres operatives Ergebnis erzielt. Zwar stand unter dem Strich ein Verlust. Das Unternehmen sieht sich aber gut aufgestellt.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) steigerte PNE im vergangenen Jahr demnach um fast 13 Prozent auf 39,9 Millionen Euro. Damit erreichte das Unternehmen die obere Spanne seiner Prognose von 30 bis 40 Millionen Euro. Die Gesamtleistung, also der Umsatz plus erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Leistungen wuchs im Vergleich zu 2022 um 10 Prozent auf 267,8 Millionen Euro.
Anlagenbestand und Projektpipeline wachsen
Unter dem Strich rutschte PNE allerdings in die roten Zahlen: Netto stand ein Verlust von 9,6 Millionen Euro zu Buche, 2022 hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 14,9 Millionen Euro erzielt. Grund für das Minus waren laut Unternehmen etwa Projektverschiebungen aufgrund von Lieferschwierigkeiten und höhere Kosten.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Für das Unternehmen steht insbesondere der Ausbau des Eigenbestands von Windparks und Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) im Mittelpunkt. Nach der Fertigstellung und Übernahme weiterer Windparks hat sich die Nennleistung der im Eigenbetrieb befindlichen Windparks 2023 demnach von 318,9 auf 369,8 Megawatt (MW) erhöht. Zudem sind laut Unternehmen weitere Windparks mit einer Nennleistung von 281,3 MW im Bau.
Das Ziel der Unternehmensstrategie "Scale up", 500 MW bis Ende 2023 in Betrieb oder im Bau zu haben, hat PNE demnach deutlich überschritten. Als nächstes Etappenziel strebt das Unternehmen an, gemäß der Strategie-Erweiterung "Scale up 2.0", den Eigenbestand bis 2027 auf 1.500 MW im Bau oder Betrieb zu erweitern.
Auch die Projektpipeline, also den Bestand von Projekten in der Entwicklung, hat PNE von 11.883 MW auf 19.101 MW ausgebaut. Aufgrund knapper Flächen für den Ausbau von Wind- und Photovoltaikprojekten steht dem Unternehmen zufolge künftig vor allem der Ausbau von Windanlagen auf See im Mittelpunkt. Aktuell haben diese einen Anteil von 2.500 MW an der Projektpipeline.
Die Projektpipeline hat eine weitere Rekordhöhe erreicht. Unser Fundament für die Zukunft steht also", erklärte PNE-Chef Markus Lesser. Lesser wird sein Amt Ende Juli niederlegen (ECOreporter berichtete hier). Für 2024 erwartet PNE ein EBITDA zwischen 40 und 50 Millionen Euro und will das operative Ergebnis damit mindestens stabil halten.
ECOreporter rät zur Vorsicht
Die Dividende für 2023 soll wie in den Vorjahren auch 0,04 Euro betragen. Zusätzlich will PNE eine Sonderdividende von ebenfalls 0,04 Euro ausschütten. Beim aktuellen Xetra-Kurs der Aktie von 13,14 Euro (Stand: 27.3.2024, 9:41 Uhr) ergibt sich damit für 2023 eine Dividendenrendite von 0,6 Prozent.
Analysten hatten laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) einen optimistischeren Ausblick des Unternehmens erwartet und reagierten daher offenbar enttäuscht auf die Zahlen: Die PNE-Aktie ist beim aktuellen Preis an der Börse 2,8 Prozent im Minus zum Vortag: Auf Monatssicht ist sie 0,3 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 9,8 Prozent an Wert eingebüßt.
ECOreporter rät unverändert zur Vorsicht bei der PNE-Aktie. Zwar läuft der Ausbau des Anlagenbestands planmäßig. Das Unternehmen hat aber Probleme, Gewinne zu erwirtschaften. Auch im laufenden Geschäftsjahr ist ein Nettoverlust nicht unwahrscheinlich, trotz womöglich steigenden EBITDAs. Interessierte Anlegerinnen und Anleger sollten abwarten, ob das Unternehmen in den kommenden Quartalen wieder in der Lage sein wird, dauerhaft in die schwarzen Zahlen zurückzukehren.
Lesen Sie auch unser Dossier Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.
PNE AG Aktie: ISIN DE000A0JBPG2 / WKN A0JBPG