PNE hat seine Tochtergesellschaften und Projekte in Schweden veräußert. / Foto: PNE

  Nachhaltige Aktien

PNE verkauft komplettes Geschäft in Schweden

Der Cuxhavener Grünstromkonzern PNE verkauft seine schwedischen Tochterunternehmen und sämtliche Projekte im Land an das norwegische Energieversorgungsunternehmen Aneo. PNE will nun weiter in den Ausbau seines Kerngeschäfts investieren.

Die Transaktion betrifft laut PNE die Tochterunternehmen PNE Sverige AB und VKS Vindkraft Sverige AB sowie die Projektpipeline aus Windenergie- und Photovoltaik-Projekten in Schweden. Diese Pipeline umfasst demnach eine Gesamtleistung von 300 Megawatt (MW) in verschiedenen Phasen der Projektentwicklung und weitere rund 700 MW in frühen Entwicklungsstufen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

PNE will "in Kernmärkte investieren"

"Wir freuen uns, dass wir mit Aneo einen Käufer gefunden haben, dem der Ausbau der Erneuerbaren Energien genauso am Herzen liegt wie uns", sagt der neue PNE-Chef Heiko Wuttke. "Aneo wird auch die Mitarbeitenden der beiden Gesellschaften übernehmen und die Projekte, die wir aufgebaut haben, fortführen. Wir werden die Erlöse des Verkaufs in das weitere Wachstum unserer Kernmärkte investieren."

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Welche Märkte das Kerngeschäft von PNE umfasst, führte das Unternehmen nicht näher aus. Im vergangenen Jahr verkaufte PNE bereits sein gesamtes Geschäft in den USA. Darüber hinaus hatte der Konzern zuletzt gemeldet, im vergangenen Jahr Windenergie- und Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtleistung von 751,3 MW veräußert zu haben.

Die PNE-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,7 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 12,08 Euro (Stand: 22.1.2025, 10:58 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 12,7 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 8,1 Prozent an Wert verloren.

Die Aktie von PNE ist seit Mitte Dezember deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr hatte sich das Unternehmen beschwert, an der Börse unfair bewertet zu sein. Im August erklärte das Management in einer Pressemitteilung, die Kursverluste der Aktie seien "nicht nachvollziehbar und spekulationsgetrieben". Solche Mitteilungen von Aktiengesellschaften sind ungewöhnlich.

Investoren wetten auf sinkende Kurse

PNE dürfte im letzten Jahr wie schon 2023 rote Zahlen geschrieben haben. In den ersten drei Quartalen verdoppelte sich der Verlust im Vergleich zum Vorjahr auf 49,1 Millionen Euro. Daran waren zwar auch Sondereffekte Schuld, die Geschäfte des Unternehmens laufen aber nicht gut. PNE leidet neben niedrigen Stromverkaufspreisen vor allem unter einem geringen Windaufkommen und der verzögerten Inbetriebnahme eigener Windparks aufgrund von Lieferengpässen.

ECOreporter bleibt bei der PNE-Aktie skeptisch, seine Margenprobleme hat der Konzern bislang nicht in den Griff bekommen. Zudem wetten bei PNE Shortseller, auch Leerverkäufer genannt, auf sinkende Kurse. Das setzt die Aktie zusätzlich unter Druck. Die Redaktion sieht das Papier daher weiterhin nur als Option für risikobereite Investoren. Defensive Anlegerinnen und Anleger sollten den weiteren Geschäftsverlauf des Unternehmens abwarten.

PNE AG Aktie: ISIN DE000A0JBPG2 / WKN A0JBPG

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