ProCredit vergibt Kredite in Osteuropa, auch in der Ukraine. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien

ProCredit-Bankengruppe: Aktie auf neuem Allzeithoch

Der Aktienkurs der vor allem in Südost- und Osteuropa tätigen ProCredit-Bankengruppe hat sich in den letzten drei Jahren verdoppelt. Kann sich ein Einstieg jetzt noch lohnen?

Die Aktie erreichte gestern mit 11,45 Euro ein neues Allzeithoch, aktuell kostet sie im Xetra-Handel 11,35 Euro (Stand 13.5.2025, 9:19 Uhr). Seit Herbst 2022 hat die Aktie trotz teils deutlicher Schwankungen stark zugelegt.

Hohe Dividendenrendite

Die gestern veröffentlichten neuen Geschäftszahlen von ProCredit sind nicht herausragend, aber solide. Das Kreditportfolio wuchs im ersten Quartal um 2,5 Prozent auf knapp 7,2 Milliarden Euro. Vor allem die Kreditvergabe an kleine Unternehmen und private Kundinnen und Kunden legte spürbar zu. Die Kundeneinlagen sanken um 0,7 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro.

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Der Quartalsgewinn verschlechterte sich von 33,5 auf 25,2 Millionen Euro. Hauptgründe dafür waren wachstumsbedingt gestiegene Personal- und Verwaltungskosten und ein geringerer Zinsüberschuss. Unternehmensangaben zufolge entwickelte sich das Europageschäft insgesamt positiv, während sich die Tätigkeiten in Ecuador negativ auf das Konzernergebnis auswirkten.

Der Anteil notleidender Kredite blieb stabil auf einem niedrigen Niveau von 2,2 Prozent. Die für die Beurteilung der finanziellen Stabilität von Banken wichtige harte Kernkapitalquote lag Ende März unverändert zum Vorquartal bei 13,1 Prozent – ein ordentlicher Wert.

Ein Fünftel nachhaltige Kredite

Mittelfristig rechnet ProCredit wegen der Wachstumsinvestitionen mit besseren Ergebnissen. Für das Geschäftsjahr 2024 schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,59 Euro je Aktie vor. 2023 waren es 0,64 Euro je Aktie. Mit der neuen Dividende läge die Dividendenrendite beim aktuellen Börsenkurs bei weiterhin attraktiven 5,2 Prozent.

Nach Einschätzung von ECOreporter verfolgt ProCredit ein solides Nachhaltigkeitskonzept. Ein Fünftel ihrer Kredite hat die Bankengruppe an nachhaltige Projekte vergeben, vor allem Erneuerbare-Energien-Vorhaben. Mittelfristig möchte man eine grüne Kreditquote von 25 Prozent erreichen.

Die Redaktion sieht bei ProCredit eine insgesamt positive Geschäftsentwicklung, die Aktie bleibt wegen der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in Zielmärkten wie der Ukraine aber ein Investment mit erhöhtem Risiko. Für einen Einstieg spricht neben der hohen Dividendenrendite das niedrige erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von 6 für 2025 und 5 für 2026.

ProCredit Holding AG & Co. KgaA:  ISIN DE0006223407 / WKN 622340

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