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SFC Energy erhält millionenschweren Folgeauftrag aus Polen
Der Brennstoffzellen-Hersteller SFC Energy hat einen Auftrag im Wert von 2 Millionen Euro von dem polnischen Sicherheitsunternehmen Linc Polska erhalten. Wie gut ist die SFC Energy-Aktie?
Linc Polska bestellte laut Mitteilung als Folgeauftrag Brennstoffzellen vom Typ EFOY Pro 2800. Der komplette Auftragswert wird sich SFC Energy zufolge noch im Geschäftsjahr 2023 auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns auswirken.
Weiter ein Investment mit Risiko
SFC Energy hatte in diesem Jahr bereits einen großen Auftrag von Linc Polska erhalten, das Unternehmen zählt bereits seit 2021 zu den SFC-Kunden. Brennstoffzellen werden zur autonomen Energieversorgung für die Überwachungstechnik von Linc Polska eingesetzt.
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„Die hohe Nachfrage der Kunden zeigt sowohl die technische Zuverlässigkeit unserer Lösung als auch den Bedarf für eine autarke, umweltfreundliche Energieversorgung von Sicherheitstechnik. Gemeinsam mit Linc Polska setzen wir uns für eine klimaneutrale Energieversorgung ein und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der globalen Wirtschaft sowie zum Klimaschutz”, so SFC Energy-Chef Peter Podesser.
Die SFC Energy-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 0,7 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 22,30 Euro (Stand: 13.9.2023, 9:48 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 4,3 Prozent eingebüßt, im Jahresvergleich ist sie 0,9 Prozent im Minus.
Die SFC Energy-Aktie hat keinen so drastischen Absturz erlebt wie andere Wasserstoffaktien, etwa Ballard Power oder Nel, für deren Kurse es seit zwei Jahren kontinuierlich nach unten geht. In den letzten sechs Monaten gewann die SFC Energy-Aktie 3,5 Prozent an Wert.
Das Unternehmen erzielt mittlerweile solide Gewinne, ein Novum in der Wasserstoffbranche. Mit Brennstoffzellen etwa für Boote oder Wohnmobile und als Ersatz für klassische Diesel-Notstromaggregate hat SFC Energy erfolgreich eine Marktnische erschlossen.
Dennoch bleibt die Aktie ein Investment mit hohem Risiko. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2023 ist mit 84 aktuell sehr hoch. Für 2024 liegt das KGV mit 40 deutlich niedriger. Die Aktie wäre damit zwar immer noch teuer. Sollte sich die Unternehmensentwicklung aber mit derselben Dynamik wie in den letzten zwei Jahren fortsetzen, könnte die Aktie mittelfristig fair bewertet sein.
Aus nachhaltiger Sicht ist zu beachten, dass SFC Energy auch zahlreiche Öl- und Gaskonzerne wie Esso, Encana und Statoil beliefert – die Brennstoffzellen dienen dann beispielsweise Ölpumpen zur Stromversorgung. Dazu kommt ein ausgeprägtes Militärgeschäft.
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SFC Energy AG: ISIN DE0007568578 / WKN 756857