SolarEdge will künftig Softwarepakete im Bereich Ladesäulen für Elektroautos anbieten. / Foto: imago images, Joker

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SolarEdge kauft Start-up für Ladesäulen-KI

Der israelische Solarkonzern SolarEdge kauft das ebenfalls aus Israel stammende Software-Unternehmen Wevo Energy, das eine KI-Steuerung für Elektroauto-Ladesäulen anbietet. Der ECOreporter-Aktien-Favorit will mit der Technologie sein Angebot für gewerbliche Kunden ausbauen.

Im vergangenen Jahr hatte SolarEdge bereits Wevos Softwareplattform für die Verwaltung von solarbetriebenen Auto-Ladesäulen in sein Angebot aufgenommen. ECOreporter berichtete hier. Nun kauft der Solarkonzern das komplette Start-up.

Ladesäulensteuerung mit KI-Software

Wevos KI-basierte Software kann laut Unternehmen mehrere Ladegeräte an einem einzigen Stromkabel steuern. Sie verteilt demnach dynamisch den verfügbaren Strom zwischen den Geräten, um das gleichzeitige Laden mehrerer Autos zu ermöglichen.

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Wevo Energy wurde 2021 mit dem Ziel gegründet, das Laden von Elektrofahrzeugen in dicht besiedelten Parkbereichen zu ermöglichen. Die Software ist laut Unternehmen an mehr als 900 Standorten im Einsatz und versorgt über 60.000 Parkplätze mit Strom.

"Da der Markt für Elektrofahrzeuge weiter wächst, sind dezentrale Erneuerbare Energien der Schlüssel, um das volle Potenzial der Elektrifizierung der Mobilität zu erschließen", sagt SolarEdge-Chef Zvi Lando. "Die Software und das Know-how von Wevo stellen einen Baustein für an Elektrofahrzeuge gekoppelte Solaranlagen dar und werden heute Teil des Energie-Ökosystems von SolarEdge."

Die Softwarelösung von Wevo ist nach Angaben von SolarEdge herstellerunabhängig für Ladesäulen nutzbar. Neben dem Lastmanagement bietet das Angebot weitere Dienste, darunter etwa Abrechnungssysteme für die Kunden und die Möglichkeit zum Erstellen von Ladeplänen.

Wie aussichtsreich ist die Solar Edge-Aktie?

SolarEdge will die Wevo-Technologie in das im vergangenen Jahr auf den Markt gebrachte Softwarepaket SolarEdge ONE integrieren. Der Konzern möchte damit künftig Kunden im Gewerbe- und Industriesegment eine einzige Lösung für die Integration von Solarstromerzeugung und Batteriespeicherung in Ladesäulen und das Aufladen von Elektrofahrzeugen in großem Maßstab anbieten. SolarEdge ONE war bisher auf das Segment Privatkunden und die Steuerung von Dachsolaranlagen und dazugehörigen Speichersystemen ausgerichtet.

Die SolarEdge-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,3 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 63,22 Euro (Stand 5.4.2024, 8:54 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 8,3 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 75,3 Prozent an Wert verloren.

SolarEdge steht an der Börse seit Monaten stark unter Druck, die Geschäfte laufen aufgrund einer schwachen Nachfrage in Europa und den USA derzeit schlecht. Im Februar hatte das Unternehmen mit seinen Zahlen für 2023 und seinem Ausblick ein weiteres Mal enttäuscht.

ECOreporter sieht bei SolarEdge grundsätzlich nach wie vor Potenzial. Die Nachfrage nach Wechselrichtern und anderer Solartechnologie dürfte angesichts des weltweiten Solarausbaus wieder steigen, spätestens wenn die aktuell noch hohen Lagerbestände der Kunden abgebaut sind. Aktuell rät die Redaktion vorsichtigen Anlegerinnen und Anlegern aber von einem Einstieg bei SolarEdge ab, weil die Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 60 für 2024 weiterhin deutlich zu hoch bewertet ist. Trotz des drastischen Einbruchs ist der Kurs auf Sicht von fünf Jahren noch immer 96 Prozent im Plus.

Mehr zu Investments in die Solarbranche erfahren Sie in unserem Dossier Das sind die besten Solaraktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

SolarEdge ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

Lesen Sie auch: Langfristig gut investiert – diese nachhaltigen Mittelklasse-Aktien sind aktuell empfehlenswert.

SolarEdge Technologies Ltd.: ISIN US83417M1045 / WKN A14QVM

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