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Sono Motors: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Firmengründer
Das Solartechnikunternehmen Sono Motors hat möglicherweise bei staatlichen Zuschüssen falsche Angaben gemacht. Die Staatsanwaltschaft München I ermittele aktuell „wegen leichtfertigen Subventionsbetrugs“ gegen die Sono-Gründer Jona Christians und Laurin Hahn, bestätigte eine Sprecherin der Behörde gegenüber dem Magazin „Capital“.
Konkret geht es um einen Täuschungsverdacht bei Kurzarbeitergeld. Die Staatsanwaltschaft gehe dem Verdacht nach, „wir hätten den deutschen Staat über das Ausmaß der Arbeitszeitverkürzung im Jahr 2020 und dementsprechend über den Umfang der öffentlichen Zuschüsse, auf die unsere Mitarbeiter Anspruch hätten, getäuscht“, heißt es in einer Pflichtmitteilung der Sono Motors-Mutter Sono Group.
Die Sono-Aktie ist mittlerweile fast wertlos
Laurin Hahn, der wie Jona Christians Sono Motors Anfang 2024 verlassen hat, erklärte gegenüber „Capital“, es gehe in dem Verfahren um etwa 40.000 Euro. Laut Sono Motors sind „die meisten Vorwürfe“ aus Sicht des Unternehmens mittlerweile geklärt.
Die zwischenzeitlich zahlungsunfähige Sono Group hatte Ende Januar nach Zahlungszusagen eines Investors ihren Insolvenzantrag zurückgezogen (ECOreporter berichtete hier).
Im Dezember letzten Jahres hatte die Sono Group ihre Handelszulassung an der US-Börse Nasdaq verloren (ECOreporter berichtete hier). Derzeit ist die Aktie noch im außerbörslichen US-Handel erhältlich. Dort kostete sie gestern Abend 0,031 Dollar. Zu Hochzeiten stand der Kurs an der Frankfurter Börse bei mehr als 18 Euro. Aktionäre müssen sich darauf einstellen, ihr investiertes Kapital möglicherweise vollständig zu verlieren.
ECOreporter hatte seit dem Börsenstart davon abgeraten, die Sono-Aktie zu kaufen. Die Redaktion bleibt bei dieser Einschätzung.
Sono Group N.V.: ISIN NL0015000N74 / WKN A3C7QW