Die AAK-Aktie ist auf fünf Jahre gesehen 66 Prozent im Plus. / Symbolfoto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien

Speiseölkonzern AAK will Dividende um 35 % anheben

Der Speiseöl-Weltmarktführer AAK plant nach einem guten Geschäftsjahr, seine Dividende deutlich zu erhöhen. Und die Profitabilität des schwedischen Konzerns soll weiter steigen. Wie attraktiv ist die AAK-Aktie?

Das Unternehmen steigerte seinen Absatz 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf 2,2 Millionen Tonnen. Der Umsatz sank um 2 Prozent auf 45 Milliarden Schwedische Kronen (4,1 Milliarden Euro), der operative Gewinn je Kilo Ware kletterte hingegen von 1,94 auf 2,25 Kronen (0,20 Euro) – eigentlich hatte der Konzern sich dieses Ziel erst für 2030 gesetzt.

Der Nettogewinn legte um 20 Prozent auf 3,5 Milliarden Kronen (318 Millionen Euro) zu. AAK profitierte 2024 nach eigenen Angaben besonders von einem starken Geschäft mit Zutaten für vegane Schokolade und von Währungseffekten.

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Wegen der unerwartet positiven Geschäftsentwicklung will der Konzern jetzt bis 2030 einen operativen Gewinn von 3,00 Kronen (0,27 Euro) je Kilo Ware erreichen und möchte seine Dividende in diesem Jahr von 3,70 auf 5,00 Kronen (0,45 Euro) je Aktie anheben. Das entspräche beim aktuellen Börsenkurs einer Dividendenrendite von knapp 1,9 Prozent.

Der Börsenkurs schwankte in den letzten Tagen wegen der unkalkulierbaren Zollpolitik Donald Trumps deutlich, auf Wochensicht verlor AAK 9 Prozent an Marktwert. Langfristig konnte die Aktie stark zulegen: Im Jahresvergleich hat sie 16 Prozent gewonnen, auf drei Jahre gesehen 41 Prozent. In den letzten fünf Jahren ist der Kurs um 66 Prozent gestiegen. Gestern notierte er im Tradegate-Handel bei 24,26 Euro (Stand 10.4.2025, 13:52 Uhr).

Bis Ende 2025 nur noch zertifiziertes Palmöl

AAK bietet unter anderem spezielle Produktlinien für Hersteller von Fleisch- und Milchersatzprodukten an. Der Konzern verkauft auch Palmöl, bemüht sich aber seit Jahren verstärkt darum, mit nachhaltigen Zulieferern zusammenzuarbeiten. Unter anderem überprüft AKK mit einem satellitengestützten Monitoring-System, ob in Gebieten, aus denen der Konzern Palmöl bezieht, Wälder für den Anbau abgeholzt werden. Bis Ende 2025 will das Unternehmen nur noch vollständig rückverfolgbares Palmöl beziehen, für dessen Anbau nachgewiesenermaßen kein Regenwald gerodet wurde. 2024 stieg der Anteil des zertifizierten Palmöls laut AAK von 83 auf 91 Prozent.

Der Konzern ist nach Einschätzung von ECOreporter überdurchschnittlich nachhaltig, robust finanziert, und auch die Aussichten sind solide. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2025 liegt bei akzeptablen 19. Ein Investment für Anlegerinnen und Anleger mit einem langen Anlagehorizont.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Vegane Aktien: Welche tierfreien Investments sich jetzt lohnen können.

AAK AB:  ISIN SE0011337708 / WKN A2JNX7

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