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Steico: Mehr Umsatz und weniger Gewinn im ersten Halbjahr
Der Ökobaustoffhersteller Steico ist im ersten Halbjahr 2025 gewachsen, der Gewinn litt allerdings unter negativen Sondereffekten. Laut dem ECOreporter-Aktien-Favoriten aus Feldkirchen bei München stabilisiert sich die Baubranche allmählich.
Steico erzielte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 199 Millionen Euro, ein Anstieg um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch die Gesamtleistung, also der Umsatz plus erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Leistungen, legte um 5 Prozent zu und betrug 204 Millionen Euro.
Angehobene Prognose bestätigt
"Die Baukonjunktur stabilisiert sich weiterhin", wie Steico mitteilte. Auch im wichtigsten Markt Deutschland seien "die Langfrist-Indikatoren positiv". Von Januar bis April stieg demnach die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,4 Prozent. Erstmals seit 2022 sei damit wieder ein Aufwärtstrend bei den Baugenehmigungen zu erkennen.
Steico ist auf Bauprodukte aus Holz spezialisiert, bei Holzfaser-Dämmstoffen ist das Unternehmen nach eigenen Angaben Weltmarktführer. Mehr über nachhaltige und lohnende Investments in nachwachsende Rohstoffe lesen Sie in unserem Dossier über Holzaktien. Beachten Sie auch den Überblick zu nachhaltigen Dämmstoffaktien.
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Steicos Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag in der ersten Jahreshälfte mit 21,2 Millionen Euro zwar deutlich unter dem Vorjahresniveau von 32 Millionen Euro. Das lag laut Unternehmen aber vor allem an geringeren Beiträgen aus Währungsabsicherungen. Hatten diese im Vorjahr noch 19,8 Millionen Euro betragen, waren es im ersten Halbjahr 2025 nur 5,1 Millionen Euro.
Unter dem Strich sank der Nettogewinn um 46 Prozent auf 10,6 Millionen Euro. Im zweiten Quartal wurde Steico profitabler, das EBIT stieg im Zeitraum April bis Juni im Jahresvergleich von 8,9 auf 12 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr 2025 bestätigte Steico die im Juni angehobene Prognose. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem Umsatzanstieg von 3 bis 6 Prozent, was Erlöse zwischen rund 388 und 399 Millionen Euro bedeuten würde. Das EBIT wird bei 29 bis 35 Millionen Euro erwartet.
Marktbeobachter hatten offenbar mit besseren Zahlen gerechnet. Die Steico-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 0,8 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 25,20 Euro (Stand: 22.7.2025, 9:05 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 15,1 Prozent im Plus, im Jahresvergleich büßte sie 22,2 Prozent ein.
Im ersten Halbjahr war nicht nur das Geschäft von Steico, sondern auch die Aktie auf Erholungskurs. Seit Januar ist der Kurs um rund 38 Prozent gestiegen, wenn auch mit einigen Schwankungen. Seit einem Allzeithoch bei rund 119 Euro Mitte 2021 ist es für die Aktie in den letzten vier Jahren allerdings überwiegend abwärts gegangen. Ob nun eine echte Trendwende eingeleitet ist, wird vor allem davon abhängen, wie sich der Bausektor entwickelt. Hinzu kommt: Steico gehört seit 2024 mehrheitlich dem irischen Konkurrenten Kingspan. Welche Strategie Kingspan langfristig mit Steico verfolgt, ist weiter unklar.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für die Steico-Aktie ist mit 19 für 2025 nicht niedrig. Die Aktie bleibt ein Investment für mutige Anlegerinnen und Anleger mit langem Atem. Die erwartete Dividendenrendite für das Geschäftsjahr 2025 beträgt 1,4 Prozent.
Steico ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier. Einen Überblick zu den Spezialwerten bietet unser Dossier Nachhaltige Favoriten-Aktien: Mit Grünen Spezialwerten langfristig wachsen.
Steico SE: ISIN DE000A0LR936 / WKN A0LR93
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