Wälder und Plantagen von Stora Enso in Brasilien. Mit Holz lassen sich attraktive Gewinne erzielen - auch ohne Kahlschlag und Brandrodung. / Foto: Stora Enso

  Nachhaltige Aktien

Nachhaltige Holzaktien: Grüne Renditen aus gesunden Wäldern

Die Aktien einiger nachhaltiger Holzunternehmen sind derzeit vergleichsweise günstig bewertet. Bei welchen Papieren bietet sich ein Einstieg an, und wo ist das Holz eher morsch? ECOreporter gibt einen Überblick.

Holz ist einer der nachhaltigsten Rohstoffe unserer Erde: Es braucht zum Wachsen nur Sonne und Wasser, speichert CO2, ermöglicht klimafreundliches Bauen und kann Erdgas und Erdöl ersetzen. Sogar medizinische Wirkstoffe werden aus Holz gewonnen.

Unternehmen, die mit Holz Geld verdienen, sind aber nicht immer nachhaltig. In vielen Ländern werden Wälder abgeholzt, ohne neue zu pflanzen, und gerade in tropischen Regionen vernichten Holzkonzerne mit radikalem Kahlschlag und Brandrodungen einige der wertvollsten Lebensräume für vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen.

ECOreporter schätzt Holzunternehmen nur dann als nachhaltig ein, wenn sie verantwortungsvoll mit ihren Ressourcen umgehen – das schließt auch das Wasser und die Energie ein, die für die Verarbeitung von Holz benötigt werden. Richtig grüne Unternehmen begreifen sich als Bestandteil einer Kreislaufwirtschaft, im Idealfall verbrauchen sie keine Rohstoffe, die sich nicht regenerieren, arbeiten so weit wie möglich klimaneutral und verwenden nur Holz mit ernst zu nehmenden Nachhaltigkeitszertifikaten, etwa vom FSC oder von Naturland.

Viel Wald, aber auch ein Atomkraftwerk

Vorbildlich ist beispielsweise der bayrische Ökobaustoffhersteller Steico, der vor allem Holzfaser-Dämmstoffe produziert und zu den ECOreporter-Aktien-Favoriten gehört. Eine Einschätzung der Aktie finden Sie hier.

Als überdurchschnittlich nachhaltig gelten auch der österreichische Holzbauspezialist UBM Development sowie die Papier- und Verpackungshersteller Mayr-Melnhof aus Österreich (ein weiterer ECOreporter-Aktien-Favorit), Smurfit Westrock aus Irland, Billerud aus Schweden und Mondi aus England. 

Im Premium-Bereich dieses Artikels analysiert ECOreporter die Geschäftsmodelle und Aktien von Unternehmen, die selbst Wälder besitzen oder neue Anwendungsbereiche für Holz erschließen. Auch hier glänzt nicht alles sattgrün, ein Konzern ist sogar an einem Atomkraftwerk beteiligt. Insgesamt können die Nachhaltigkeitskonzepte dieser Unternehmen aber überzeugen.

Sie wollen Ihre Risiken streuen und gleich in mehrere Dutzend Holzaktien investieren? ECOreporter hat den Themen-ETF iShares Global Timber & Forestry hier eingehend getestet.

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