In den USA protestiert eine Gewerkschaft gegen die Arbeitsbedingungen bei der DHL Group. / Foto: imago images, Scanpix

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Streik trifft großes DHL-Drehkreuz in den USA

Der Bonner Logistikkonzern DHL Group bekommt es mitten im wichtigen Weihnachtsgeschäft mit einem Streik an einem wichtigen Luftfracht-Drehkreuz in den USA zu tun. Der ECOreporter-Aktien-Favorit gibt sich demonstrativ gelassen.

Mehr als 1.100 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeitende am Cincinnati/Northern Kentucky International Airport haben am Donnerstag die Arbeit niedergelegt, wie die Gewerkschaft International Brotherhood of Teamsters mitteilte. Der Protest richtet sich demnach gegen die Arbeitsbedingungen bei DHL Express.

Keine signifikanten Auswirkungen erwartet

Man habe den Streik erwartet und sich entsprechend vorbereitet, erklärte die DHL Group. So setze man Ersatzmitarbeiter ein und habe Flüge und Frachtvolumina auf andere DHL-Standorte in den USA verlagert.

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Zwar rechne der Konzern damit, dass es aus Solidarität auch an anderen Standorten zu Arbeitsniederlegungen kommen wird. Aber auch hier habe man Ersatzpersonal. Signifikante Auswirkungen der Streiks auf den Service seien wegen der Vorkehrungen nicht zu erwarten, sagte ein DHL-Vertreter.

Cincinnati ist eines der drei "Global Hubs" von DHL neben Hongkong und Halle/Leipzig. In Cincinnati werden im Schnitt 350.000 Sendungen pro Tag mit 130 Flügen und einer Flotte von 60 Flugzeugen umgeschlagen.

Die Gewerkschaft Teamsters verhandelt seit Juli mit der DHL Group über einen Tarifvertrag für die Logistikmitarbeiter. Diese haben sich erst im April gewerkschaftlich organisiert. Die Gewerkschaft repräsentiert über 6.000 DHL-Mitarbeitende in den USA.

Das Weihnachtsgeschäft läuft für die DHL Group auch in diesem Jahr bislang erwartet gut. Im Dezember werde man erneut an einzelnen Tagen mehr als elf Millionen Pakete zustellen, erklärte DHL-Sprecherin Sarah Preuß gegenüber der "Rheinischen Post". An normalen Tagen im Jahr seien es etwa 6,2 Millionen Pakete.

Kurs erholt sich, Aktie bleibt günstig

Die Aktie der DHL Group (die an der Börse weiter Deutsche Post AG heißt) zeigt sich vom Arbeitskampf aktuell unbeeindruckt und notiert im Xetra-Handel 1,2 Prozent im Plus zum Vortag bei einem Preis von 45,85 Euro (Stand: 8.12.2023, 10:24 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 17,7 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sie 21,1 Prozent zugelegt. Zuletzt hatten etwa die US-Investmentbank JP Morgan und die Deutsche Bank ihre Kursziele für die DHL-Aktie angehoben.

Für ECOreporter bleibt die Aktie ein solides Langfrist-Investment. Der Konzern musste im November zwar seine Gewinnerwartungen für 2023 nach unten korrigieren, erwirtschaftet aber weiter ordentliche Gewinne und steht finanziell robust da. Nach deutlichen Kursverlusten zwischen August und Oktober ist die Aktie zuletzt wieder deutlich gestiegen.

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2023 bleibt mit 12 niedrig. Die erwartete Dividendenrendite liegt bei sehr guten 5,0 Prozent. Ein Einstieg ist weiter eine Option, Anlegerinnen und Anleger sollten jedoch eine lange Haltedauer einplanen.

Die DHL Group ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Lesen Sie auch das ausführliche Unternehmensporträt und das ECOreporter-Dossier Nachhaltige Dividendenkönige: Bei diesen Aktien kann sich der Einstieg jetzt lohnen.

Deutsche Post AG:  ISIN DE0005552004 / WKN 555200

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