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SunOpta verkauft Frozen Fruit-Segment, Aktie gewinnt 31 %
Der Bio-Lebensmittelhersteller SunOpta will mit strategischen Verkäufen von Unternehmensteilen aus den roten Zahlen kommen. Der vor allem auf Milchersatzprodukte spezialisierte US-Konzern trennt sich von seinem Geschäft mit tiefgekühlten Fruchtprodukten (Frozen Fruit). Die lange schwächelnde Aktie legt wieder zu.
Rückläufige Umsätze im Frozen Fruit-Segment und höhere Zinskosten hatten SunOpta im zweiten Quartal 2023 in die Verlustzone rutschen lassen (ECOreporter berichtete hier). Jetzt verkauft das Unternehmen seine Fruchtsparte inklusive Produktionsstätten in Kansas und Mexiko für 141 Millionen US-Dollar an die kanadische Firma Nature’s Touch. Die abgestoßenen Bereiche trugen von Juli 2022 bis Ende Juni 2023 263 Millionen Dollar zum Konzernumsatz bei. Mit dem Verkaufserlös will SunOpta Schulden abbauen.
„Diese Transaktion trägt erheblich zur Steigerung der Margen bei, führt zu einem kapitaleffizienteren Geschäftsmodell, stärkt unsere Bilanz und stellt sicher, dass wir uns ausschließlich auf die attraktivsten Wachstumsmöglichkeiten konzentrieren“, sagt SunOpta-Chef Joe Ennen.
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Im dritten Quartal haben sich die Geschäfte zufriedenstellend entwickelt. Nach vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz (ohne Berücksichtigung der Frozen Fruit-Sparte) um 6 Prozent zum Vorjahr auf ungefähr 152 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr geht das Management weiterhin ohne Berücksichtigung des Frozen Fruit-Verkaufs von einem Umsatz zwischen 880 und 900 Millionen Dollar aus – ein Minus von 4 bis 6 Prozent zum Vorjahr.
Marktbeobachter bewerten den Verkauf positiv. Die SunOpta-Aktie gewann an der Börse Tradegate auf Wochensicht 31 Prozent an Wert und ging gestern mit einem Kurs von 3,71 Euro aus dem Handel. Zuvor hatte die Aktie seit Ende 2022 stark nachgegeben. Im Jahresvergleich liegt sie noch 62 Prozent im Minus, auf fünf Jahre gesehen hat sie 42 Prozent eingebüßt.
SunOpta ist akzeptabel finanziert, angesichts der nach mehreren Umstrukturierungen weiterhin unklaren Geschäftsentwicklung und der wackeligen Margen eignet sich die Aktie nach Einschätzung von ECOreporter aber nicht für defensive Anlegerinnen und Anleger. Zu teuer ist das Papier derzeit nicht: Das erwartete Kurs-Umsatz-Verhältnis für 2023 liegt bei unter 1.
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