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ThomasLloyd bestreitet Hackerangriff
Eine Hackergruppe soll umfangreiche Daten des Erneuerbare-Energien-Unternehmens ThomasLloyd erbeutet haben und das Unternehmen nun erpressen. ThomasLloyd streitet die Cyberattacke ab.
Einem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge behauptet die Hackergruppe Cactus, 2,4 Terabyte Daten von Servern des internationalen Konzerns erbeutet zu haben. Als Beweis ihrer Tat veröffentlichten die Kriminellen unter anderem eine digitale Kopie des angeblichen Reisepasses von ThomasLloyd-Chef Michael Sieg.
Matthias Klein, Leiter des Europageschäfts von Thomas Lloyd, sagte auf Anfrage des „Handelsblatts“, „einen Cyberangriff einer Hackergruppe mit dem Namen Cactus“ habe es nicht gegeben. Klein zufolge seien Hackerattacken auf ThomasLloyd ausgeschlossen, da die Infrastruktur des Unternehmens „umfassend gesichert“ sei. ThomasLloyd seien keine Datenabflüsse bekannt, und es liege auch keine Lösegeldforderung vor.
Die Cactus-Hacker drohen damit, die angeblich erbeuteten Daten zu veröffentlichen, wenn es keine Einigung mit dem Unternehmen geben sollte. „Journalisten, Forscher usw. werden Ihre Dokumente durchforsten und Unstimmigkeiten oder Unregelmäßigkeiten finden“, teilte die Hackergruppe mit. Um ihren Angriff auf ThomasLloyd zu belegen, veröffentlichten die Cactus-Hacker im Darknet einen Verzeichnisbaum mit 32.000 Ordnern – angeblich alles Daten des Unternehmens.
ThomasLloyd verwaltet eigenen Angaben zufolge ungefähr 1 Milliarde Euro. 27.000 deutsche Anlegerinnen und Anleger sollen 750 Millionen Euro in geschlossene Fonds des Unternehmens investiert haben. ThomasLloyd steht seit Jahren wegen zu spät veröffentlichter Jahresabschlüsse in der Kritik. Zudem schreiben Firmen der Gruppe laut den letzten vorgelegten Jahresabschlüssen rote Zahlen und sind teils bilanziell überschuldet.