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Tomra übertrifft Erwartungen, Aufträge auf Rekordniveau
Der norwegische Maschinenbauer Tomra hat im zweiten Quartal 2024 besser abgeschnitten als erwartet. Beim Auftragsbestand erreichte der Konzern nach eigenen Angaben einen neuen Rekord.
Der Umsatz zwischen April und Juni blieb mit 333 Millionen Euro zum Vorjahr stabil. Das Geschäft mit Pfandrücknahmesystemen konnte demnach geringere Einnahmen in den Bereichen Recycling und Food, etwa Sortiermaschinen für geerntetes Gemüse, kompensieren. Zudem übertraf die Analystenschätzungen von 306 Millionen Euro.
Auftragsbestand auf Rekordniveau
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) fiel leicht von 46 auf 43 Millionen Euro, lag aber über ebenfalls der Prognose am Markt von 35 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 25 Millionen Euro, nach 27 Millionen Euro im Vorjahr. Die Bruttomarge konnte Tomra um zwei Prozentpunkte auf 44 Prozent steigern.
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Der Auftragsbestand wuchs um 9 Prozent auf 133 Millionen Euro zum Ende des zweiten Quartals. Damit erreichte Tomra nach eigenen Angaben einen neuen Unternehmensrekord. Auch hier kompensierte die hohe Zahl der Bestellungen für Pfandrücknahmesysteme rückläufige Bestellungen in den anderen beiden Geschäftsbereichen. Allerdings sind die Orderbücher in allen drei Segmenten laut Unternehmen gut gefüllt.
An der Börse kamen die Tomra-Zahlen gut an, im Tradegate-Handel notiert die Aktie des Unternehmens aktuell 12,1 Prozent im Plus zum Vortag bei 14,25 Euro (Stand: 19.7.2024, 11:35 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 17 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 0,7 Prozent im Minus.
Tomra profitiert von verschärften EU-Regelungen bei Verpackungen, die die Pfandflicht ausgeweitet haben. Etwa Italien und Spanien müssen zudem erstmals ein Pfandrücknahme einführen und werden damit zu potenziellen Märkten für Tomra. Nachdem der Tomra-Kurs zwischen Ende 2021 und Ende 2023 deutlich verloren hatte erholt sich die Aktie seit etwas über einem Jahr wieder.
Grundsätzlich sind die Aussichten für Tomra angesichts der Auftragslage und der hohen Innovationskraft des Unternehmens gut. Allerdings hatte die Aktie in der Vergangenheit immer wieder Probleme, vom erfolgreichen Geschäftsverlauf zu profitieren. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von 42 für 2024 ist hoch. Aktuell kommt ein Einstieg nach Einschätzung von ECOreporter daher allenfalls bei langer Halteabsicht und erhöhtem Risikobewusstsein in Frage.
Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Müll, Schrott, Recycling: Die besten Aktien der Kreislaufwirtschaft.
Tomra Systems ASA: ISIN NO0012470089 / WKN A3DHA0
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