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TSMC investiert mehr als 12 Milliarden Dollar in die Fertigung
Der Chip-Auftragshersteller Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) investiert Berichten zufolge mehr als 12,3 Milliarden US-Dollar in die weitere Modernisierung seiner Fertigung. Im Mittelpunkt stehen die Extrem-Ultraviolett-Technologie (EUV) und die 2-Nanometer-Produktion.
TSMC will mit der Massenproduktion von Halbleitern mit einer Strukturbreite von zwei Nanometern ab 2025 beginnen. Je geringer die Strukturbreite, desto mehr Rechenleistung passt in der Herstellung auf eine Wafer-Siliziumscheibe, und die einzelnen Chips verbrauchen zudem weniger Strom.
Lange Lieferzeiten für Maschinen
In diesem und im nächsten Jahr will TSMC 60 für die Fertigung hochmoderner Halbleiter notwendige EUV-Maschinen (Extreme Ultraviolet Lithography) vom niederländischen Technologieführer ASML beziehen, wie die taiwanesische Finanzzeitung "Commercial Times" berichtet. Die EUV-Lithografie ermöglicht es, die Strukturverkleinerung in der Halbleiterindustrie dank neuer Belichtungsmethoden fortzusetzen.
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Die Gesamtinvestition soll der Zeitung zufolge rund 400 Milliarden New Taiwan-Dollar (12,3 Milliarden US-Dollar) übersteigen. TSMC habe in diesem Jahr 30 EUV-Anlagen bestellt und für 2025 35 Einheiten.
EUV-Maschinen von ASML, dem weltweit einzigen Hersteller der Geräte, haben aktuell eine Lieferzeit von 16 bis 20 Monaten. Daher wird ein Teil der Bestellungen, die bereits 2024 aufgegeben wurden, erst im kommenden Jahr ausgeliefert.
Die TSMC-Aktie kostet im Tradegate-Handel aktuell zum Vortag praktisch unverändert 160,40 Euro (Stand: 2.7.2024, 9:30 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 14,4 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 69,6 Prozent im Plus.
TSMC produziert unter anderem die Halbleiter für den US-Chipkonzern Nvidia und profitiert damit stark vom aktuellen Trendthema Künstliche Intelligenz (KI). Im ersten Quartal 2024 steigerte TSMC seinen Nettogewinn um 9 Prozent zum Vorjahr auf umgerechnet rund 6,5 Milliarden Euro. Anfang des Jahres hat das Management ein Investitionsbudget von 28 bis 32 Milliarden US-Dollar für 2024 festgelegt. Anfang April wurde bekannt, dass das Unternehmen in den USA Fördergelder in Höhe von 6,6 Milliarden US-Dollar erhält.
Auch die TSMC-Aktie entwickelt sich gut, über fünf Jahre hat sie 338 Prozent zugelegt. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 liegt dennoch bei noch vertretbaren 28, für 2025 ist es mit 22 noch etwas niedriger.
Die größte Gefahr für TSMC ist eine politische
Mit dem chinesischen Staat gibt es allerdings einen großen Unsicherheitsfaktor für TSMC. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz; die USA befürchten, dass das Regime in Peking versuchen wird, Taiwan innerhalb der nächsten drei Jahre zu annektieren. Der wichtigste Zulieferer der High-Tech-Chipbranche, ASML, könnte seine Anlagen in diesem Fall wohl aus der Ferne abschalten. ECOreporter sieht die TSMC-Aktie weiterhin als ein Investment für mutige Anlegerinnen und Anleger.
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Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR: ISIN US8740391003 / WKN 909800