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Veolia kauft im Kampf gegen Ewigkeitschemikalien in Australien zu
Der französische Wasser-, Entsorgungs- und Energiekonzern Veolia übernimmt für umgerechnet 133 Millionen Euro den australischen Umweltsanierer Enviropacific. Die Übernahme ist Teil von Veolias grüner Wachstumsstrategie – die Franzosen sehen im Kampf gegen schädliche Ewigkeitschemikalien ein Milliardengeschäft.
Enviropacific ist laut Veolia Marktführer für Bodensanierung in Australien. Damit wollen die Franzosen ihr Geschäft mit der Beseitigung von Kontaminierungen durch per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), sogenannte Ewigkeitschemikalien, ausbauen. Die Transaktion hat einen Wert von 220 Millionen Australischen Dollar (AUD, 133 Millionen Euro), wie Veolia mitteilte. Der Konzern sieht im Geschäft mit Bodenaufbereitung deutliches Wachstumspotenzial: Bis 2030 will man einen Umsatz von 1 Milliarde Euro mit der Behandlung von PFAS-Mikroverunreinigungen erzielen.
Nachhaltige Geschäftsbereiche als Wachstumsmotor
PFAS umfassen eine Gruppe von mehr als 10.000 Chemikalien, die aufgrund ihrer extremen Langlebigkeit in der Umwelt "Ewigkeitschemikalien" genannt werden. Sie kontaminieren Böden, Wasser und Lebensmittel, reichern sich im menschlichen Körper an und können Leber, Nieren, das Immunsystem sowie die Fruchtbarkeit schädigen.
Enviropacific erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 250 Millionen AUD (151 Millionen Euro) und beschäftigte fast 300 Mitarbeiter. In Australien gehen Belastungen mit Ewigkeitschemikalien laut Veolia vor allem auf den früheren Einsatz von bestimmtem Feuerlöschschaum beim Militär und in der Industrie zurück. Verschärfte regulatorische Rahmenbedingungen treiben nun groß angelegte Sanierungsmaßnahmen voran und steigern die Nachfrage nach der Beseitigung der Schadstoffe.
Die Übernahme wirke "als doppelter Wachstumsmotor, der sowohl die geografische Expansion in Australien als auch die Kompetenzen im Bereich der Behandlung gefährlicher Abfälle beschleunigt – ganz im Sinne der globalen GreenUp-Strategie", so Veolia. Im Zuge dieser Strategie will der Konzern bis Ende 2027 2 Milliarden Euro in grüne Energie, Wasser und Abfallbehandlung investieren. Veolia sieht die drei Geschäftsbereiche als wesentliche Wachstumstreiber – ihr Umsatzanteil soll auf 70 Prozent steigen.
Im Tradegate-Handel ist die Veolia-Aktie aktuell 0,7 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 31,33 Euro (Stand: 24.3.2026, 10:19 Uhr). Auf Monatssicht büßte die Aktie 10,8 Prozent ein, im Jahresvergleich notiert sie 1,6 Prozent niedriger.
Die Aktie hat im März an Wert verloren und schwankte in den letzten Jahren immer wieder. Langfristig hat sie sich insgesamt aber gut entwickelt, in den letzten fünf Jahren stieg der Kurs um 51 Prozent. Wie ECOreporter die Veolia-Aktie aktuell einschätzt, erfahren Sie hier.
Lesen Sie auch die ECOreporter-Dossiers zu Aktien der Kreislaufwirtschaft und zu nachhaltigen Wasseraktien.
Veolia Environnement S. A.: ISIN FR0000124141 / WKN 501451
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