Vestas hat trotz einer Rekordzahl an Aufträgen ein schlechteres Ergebnis erzielt. / Foto: Vestas

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Vestas mit mehr Verlust im zweiten Quartal

Der dänische Windanlagenbauer Vestas hat einen Tag nach dem Kappen seiner Prognose Zahlen für das zweite Quartal 2024 veröffentlicht. Der Verlust des ECOreporter-Aktien-Favoriten fiel höher aus als erwartet, dafür stieg der Auftragsbestand auf Rekordniveau.

Vestas hatte am Dienstag das obere Ende seiner Umsatz- und Ergebnisprognose für 2024 gesenkt. Das Unternehmen geht jetzt von einem Jahresumsatz zwischen 16,5 und 17,5 Milliarden Euro und einer um Sondereffekte bereinigten Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) von 4 bis 5 Prozent aus. Bislang lagen die Erwartungen bei 16 bis 18 Milliarden Euro Umsatz und einer EBIT-Marge zwischen 4 und 6 Prozent.

Auftragsbestand auf Rekordniveau

Der Konzern begründet die in der Spitze gesenkte Prognose mit gestiegenen Kosten in der Dienstleistungssparte. Diese seien zum Teil inflationsbedingt, zum Teil auf einen Anstieg bei Reparaturen und Modernisierungen zurückzuführen. Das Management räumt auch "operative Ineffizienzen" ein.

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Im zweiten Quartal erzielte Vestas wie bereits mitgeteilt einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro – ein Rückgang von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf einen Verlust von 185 Millionen Euro.

Die bereinigte EBIT-Marge lag damit bei minus 5,6 Prozent. Der Nettoverlust stieg von 115 Millionen Euro im Vorjahr auf 156 Millionen Euro.

Ein besseres Bild zeigte sich beim Auftragseingang. Die neuen Windradbestellungen hatten einen Umfang von 3.596 Megawatt (MW), ein Anstieg um 54 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2023. Der Wert des Auftragsbestands für Windkraftanlagen betrug zum 30. Juni laut Vestas 28,1 Milliarden Euro.

Zusätzlich verfügte Vestas zum Ende des Quartals über Serviceverträge mit erwarteten vertraglichen zukünftigen Einnahmen von 34,9 Milliarden Euro. Somit belief sich der Wert des kombinierten Auftragsbestands für Windkraftanlagen und Serviceverträge auf 63,0 Milliarden Euro – ein Anstieg von 11,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum und laut Unternehmen ein neues Rekordniveau.

Aktie mit Risiken

Die Vestas-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 0,4 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 21,25 Euro (Stand: 14.8.2024, 13:41 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 3,3 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 4,4 Prozent an Wert verloren.

Vestas leidet wie alle Windradbauer bereits seit Jahren unter niedrigen Margen. Der Konzern schlägt sich besser als Konkurrenten wie Nordex oder Siemens Energy (mit der Windkraftsparte Siemens Gamesa), die finanziellen Herausforderungen bleiben aber weiterhin hoch.

Nach zuvor hohen Zuwächsen hat die Aktie zwischen Anfang 2021 und Herbst 2022 stark an Wert eingebüßt. Seitdem bewegt sie sich mit einigen Ausschlägen nach oben vor allem seitwärts. Auf fünf Jahre ist die Aktie 44 Prozent im Plus. Nach Einschätzung von ECOreporter kommt ein Neueinstieg derzeit nur für risikofreudige Anlegerinnen und Anleger mit einem langen Atem in Frage.

Vestas ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier. Mehr zur Entwicklung der Mittelklasse-Favoriten-Aktien erfahren Sie in unserem großen Überblicksartikel.

Lesen Sie auch unser Dossier Die besten Windaktien – wo bietet sich ein Kauf an?.

Vestas Wind Systems A/S: ISIN DK0061539921 / WKN A3CMNS

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