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Vossloh erhält Großauftrag für Hochgeschwindigkeitsstrecke in Großbritannien
Der Schienen- und Verkehrstechnikkonzern Vossloh hat im Rahmen des britischen Hochgeschwindigkeitsbahnprojekts High Speed 2 (HS2) einen Auftrag im Volumen von mehr als 30 Millionen Euro erhalten. Das Unternehmen mit Sitz im sauerländischen Werdohl soll Schienenbefestigungssysteme für die Strecke zwischen London und Birmingham liefern.
HS2 ist eines der größten Infrastrukturprojekte Europas und wird nach High Speed 1 (HS1), der Verbindung zwischen London und dem Eurotunnel, die zweite Hochgeschwindigkeitsstrecke in Großbritannien sein. Auf der Strecke sollen künftig Geschwindigkeiten von bis zu 360 Stundenkilometern möglich sein, die Reisezeit soll sich von 82 auf 45 Minuten nahezu halbieren. Auf der aktuellen Hauptstrecke kann dafür Platz für mehr Güter- und Nahverkehr geschaffen werden.
Auftragsrekord 2024
Der Auftrag umfasst laut Vossloh den Zeitraum von 2025 bis 2027. Die Fertigstellung der Strecke wird für etwa 2033 erwartet.
Im Premium-Bereich finden Sie eine aktuelle Einschätzung der Vossloh-Aktie. Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Weichen stellen für die Klimawende: Diese nachhaltigen Bahnaktien sind jetzt attraktiv.
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"Mit unserer technisch hochwertigen Systemlösung stellen wir sicher, dass die hohen Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit auf der anspruchsvollen Hochgeschwindigkeitsstrecke erfüllt werden", erklärt Vossloh-Chef Oliver Schuster. "Wir freuen uns, dass der Kunde auf unsere langjährige Expertise setzt und wir damit einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur in Großbritannien leisten."
Die Vossloh-Aktie notiert im Xetra-Handel aktuell 0,6 Prozent im Plus zum Vortag bei 42,40 Euro (Stand: 22.1.2025, 10:47 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 1,6 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 5,7 Prozent an Wert gewonnen.
Vossloh hat 2024 einen neuen Auftragsrekord erreicht. Außerdem steigerte das Unternehmen seinen Nettogewinn dank höherer Margen in den ersten neun Monaten deutlich.
ECOreporter bleibt dennoch vorsichtig bei der Vossloh-Aktie. Defensive Anlegerinnen und Anleger sollten abwarten, ob das Unternehmen seine Ergebnisse konsequent weiter steigern kann – in der Vergangenheit erzielte der Konzern oft nur wenig Gewinn. Ein Risiko ist auch, dass der chinesische Markt für Vossloh immer wichtiger wird.
Die Vossloh-Aktie schwankte in den letzten Jahren stark. Auf drei Jahre betrachtet ist sie 3,5 Prozent im Minus, auf fünf Jahre gesehen knapp 1,7 Prozent im Plus. Seit 2011 hat sich der Kurs mehr als halbiert. Im Juli 2024 erreichte die Aktie den höchsten Stand seit 2017, sackte seitdem aber wieder deutlich ab.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie ist mit 12 für 2025 nicht hoch. Nach Einschätzung der Redaktion eignet sie sich aber nur für Anlegerinnen und Anleger mit erhöhter Risikobereitschaft.
Vossloh AG: ISIN DE0007667107 / WKN 766710
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