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Vulcan Energy produziert erstmals Lithium in Deutschland
Das australische Unternehmen Vulcan Energy hat seine Lithiumextraktions- und -optimierungsanlage (Lithium Extraction Optimisation Plant, LEOP) im rheinland-pfälzischen Landau in Betrieb genommen. Schrittweise soll die Förderung des Batteriemetalls Lithium nun auf ein industrielles Niveau gesteigert werden.
Die Förderung findet zunächst noch in kleinerem Maßstab statt und soll im laufenden Betrieb weiter verbessert werden. Lithium ist aktuell noch unverzichtbar für Elektroauto-Batterien. Bislang wird es meist wenig umweltfreundlich durch Bergbau in Australien oder mittels Verdunstung von lithiumhaltigem Salzwasser in Südamerika gewonnen.
Auf dem Weg zur europäischen Lithium-Produktion
Vulcan Energy hingegen will das Lithium im Oberrheingraben aus Thermalwasser (heiße Sole) filtern. Dieses wird mit Geothermiekraftwerken an die Oberfläche gepumpt, die gleichzeitig den für den Vorgang nötigen Strom produzieren. Das Lithium soll weiterverarbeitet und insbesondere an Automobilkonzerne für die Batterieherstellung verkauft werden.
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Ende des Jahres will Vulcan Energy mit dem Bau seiner ersten kommerziellen Lithium-Förderanlage in Landau beginnen, 2025 soll der Baustart für die kommerzielle Produktionsanlage in Frankfurt folgen. Das Unternehmen möchte spätestens 2026 Lithiumhydroxid in großen Mengen an Unternehmen liefern können.
Vulcan Energy hat nach Angabe von Unternehmens-Chef Chris Moreno für die Produktion der nächsten fünf bis zehn Jahre feste Abnahmevereinbarungen mit Unternehmen wie Volkswagen, Stellantis, Renault, dem Kathodenspezialisten Umicore und dem südkoreanischen Batteriehersteller LG getroffen. Für einen erheblichen Teil des Lithiumhydroxids seien feste Preise vereinbart worden. Moreno erklärte aber auch, dass man ohne finanzielle Unterstützung im globalen Preiswettbewerb mit China nicht werde bestehen können.
Die Vulcan Energy-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 23,3 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 2,10 Euro (Stand: 11.4.2024, 10:52 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 4,4 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat sie 41,1 Prozent an Wert verloren – obwohl es für den Kurs in den letzten sechs Monaten knapp 25 Prozent aufwärts ging.
Aktie bleibt ein spekulatives Investment
Vulcan Energy kommt mit seinen Plänen für den Aufbau der kommerziellen Lithiumproduktion gut voran, die umfangreichen und verbindlichen Bestellungen mehrerer Großkunden sichern gegen den jüngsten Preisverfall bei Lithium vorerst ab – seit einem Allzeithoch im November 2022 ist der Preis für das Metall um mehr als 80 Prozent gefallen.
Dennoch sieht ECOreporter die Aktie von Vuilcan Energy als spekulatives Investment. Der Umsatz ist bescheiden, schwarze Zahlen sind noch lange nicht in Sicht. In der Vergangenheit brauchte das Unternehmen auch immer wieder frisches Kapital. Zudem gibt Vulcan Energy bereits zu, dass es ohne Unterstützung im Preiskampf nicht bestehen wird. Hier sollte nur einsteigen, wer den Verlust seines eingesetzten Kapitals verkraften kann.
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Vulcan Energy Resources: ISIN AU0000066086 / WKN A2PV3A