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Wasserstoff-Aktie: Ballard Power enttäuscht mit gestiegenem Verlust
Beim kanadischen Brennstoffzellenhersteller Ballard Power zeigt sich für 2023 einmal mehr ein bekanntes Bild: Der Umsatz ist gestiegen, der Verlust im Tagesgeschäft aber auch. An der Börse senken Anlegerinnen und Anleger den Daumen.
2023 hat Ballard Power einen Umsatz von 102 Millionen US-Dollar erzielt, ein Plus von 25 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg der Verlust um 13 Prozent auf 150 Millionen Dollar.
Geschäft mit Brennstoffzellenmotoren wächst
Der Nettoverlust fiel dank Sondereffekten mit 144,2 Millionen Dollar geringer aus als im Vorjahr mit 160,4 Millionen Dollar. Im vierten Quartal hat sich der Verlust allerdings mit 49 Millionen Dollar fast verdoppelt.
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"Unser Übergang zu einem Unternehmen für kommerzielle Produkte gewinnt an Dynamik, mit wachsender Marktakzeptanz unserer Brennstoffzellenmotoren in allen unseren Branchen", kommentiert Ballard Power-Chef Randy MacEwen die Entwicklung des Unternehmens. Ballard habe im vierten Quartal eine Rekordzahl von Brennstoffzellenmotoren ausgeliefert.
In dem Quartal verzeichnete Ballard zudem neue Aufträge in Höhe von 64,7 Millionen Dollar. Der Auftragsbestand lag laut Unternehmen zum Jahresende 15 Prozent höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.
"Unterstützt durch die Umsatzsteigerung im Quartal, konnten wir die Bruttomargen um 8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbessern. Vor allem ohne Berücksichtigung der nicht zahlungswirksamen Bestandsrückstellungen erreichte die bereinigte Bruttomarge fast die Gewinnschwelle, was den anhaltenden Erfolg unserer Initiativen zur Senkung der Produktkosten und die Auswirkungen des operativen Leverage (das Verhältnis zwischen fixen und variablen Kosten, Anm. d. Red.) zeigt", so Konzernchef MacEwen.
Für 2024 erwartet das Unternehmen ein weiteres Wachstum des Auftragsbestands, wichtige Auftragsankündigungen von Kunden aus den Bereichen Busse und stationäre Energieversorgung sowie die Ankündigung der nächsten Produktionsstätte. Dies seien "wichtige Meilensteine auf unserem Weg zu einer breiteren Akzeptanz von Wasserstoff-Brennstoffzellen", so MacEwen. Eine konkrete Umsatz- und Ergebnisprognose gab Ballard wie üblich nicht ab.
Aktie gibt erneut deutlich nach
Am Markt enttäuschte Ballard mit den Zahlen. Die Aktie verlor nach der Präsentation am gestrigen Montag rund 8 Prozent im Tradegate-Handel, aktuell ist sie 1,3 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 2,82 Euro (Stand: 12.3.2024, 11:40 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 5,7 Prozent an Wert verloren, im Jahresvergleich ist sie 43,2 Prozent im Minus.
Anlegerinnen und Anleger verlieren offenbar zunehmend die Geduld mit den Beteuerungen von Wasserstoff-Unternehmen wie Ballard, der Durchbruch stünde kurz bevor – während gleichzeitig die Verluste weiter steigen. Höhere Umsätze allein reichen nicht mehr, um am Markt zu überzeugen. In den letzten drei Jahren hat die Ballard-Aktie praktisch durchgehend verloren und rund 86 Prozent ihres Werts eingebüßt.
ECOreporter rät aktuell vom Einstieg in die Aktie ab, auch für ein spekulatives Investment fehlen nach Ansicht der Redaktion echte Anzeichen für profitable Geschäfte. Für eine detaillierte Einschätzung der Wasserstoffbranche lesen Sie das ECOreporter-Dossier Von Bloom Energy bis Linde: Das sind die sichersten Wasserstoff-Aktien.
Ballard Power Systems: ISIN CA0585861085 / WKN A0RENB