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Wasserstoffaktie: Bloom Energy enttäuscht mit schwachen Zahlen
Das auf Wasserstoffgeneratoren (Elektrolyseure) und Brennstoffzellensysteme spezialisierte US-Unternehmen Bloom Energy hat im Geschäftsjahr 2023 zwar einen Rekordumsatz verzeichnet, mit den Zahlen zum vierten Quartal aber am Finanzmarkt enttäuscht. Auch der Ausblick für 2024 und ein Wechsel im Vorstand kamen bei Investoren schlecht an.
Bloom erreichte 2023 einen Umsatz von 1,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Konzern hatte 2022 erstmals mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz gemacht.
Umsatz im vierten Quartal enttäuscht
Allerdings schreibt das Unternehmen weiter rote Zahlen, 2023 verbuchte Bloom ein Minus von 302 Millionen Dollar. Damit blieb der Verlust etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Im letzten Jahresviertel liefen die Geschäfte allerdings weniger gut.
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Im vierten Quartal 2023 betrug der Umsatz knapp 357 Millionen Dollar, ein deutlicher Rückgang von 22,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zudem verfehlte Bloom auch die Erwartungen der Analysten, die im Mittel einen Umsatz von 471 Millionen Dollar erwartet hatten. Das überschattete auch den Quartalsgewinn von 4,5 Millionen Euro, gegenüber einem Verlust von 47,2 Millionen Euro im vierten Quartal 2022.
Neben den schwachen Zahlen für das letzte Quartal reagieren Anlegerinnen und Anleger auch enttäuscht auf den Ausblick für 2024. Bloom rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz zwischen 1,4 und 1,6 Milliarden Dollar, am Markt war eine positivere Prognose erwartet worden.
Für Überraschung sorgte zudem die Ankündigung, dass Bloom-Finanzchef Greg Cameron seinen Posten aufgeben wird. Bloom betonte in seiner Mitteilung, dass das Ausscheiden von Cameron nicht das Ergebnis von Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf die Geschäfte, Richtlinien oder Praktiken des Unternehmens sei.
Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Bloom hat das Personal-Unternehmen Caldwell Partners mit der Suche nach Kandidaten beauftragt.
Für die Bloom Energy-Aktie ging es als Reaktion auf die Neuigkeiten steil abwärts, an der Börse Frankfurt schloss sie am Freitag 17,8 Prozent im Minus zum Vortag bei einem Preis von 8,95 Euro. Im Monatsvergleich ist die Aktie 14,1 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat sie 59,2 Prozent an Wert verloren.
Risiko bleibt hoch
Bloom baut Festoxid-Brennstoffzellen, mit denen die Umwandlung von Erdgas oder Wasserstoff in Strom möglich ist. Zu Kraftwerken zusammengeschaltet, kann die Technologie laut Unternehmen ganze Gebäudekomplexe mit Strom versorgen. Die Brennstoffzellen von Bloom sind aber nicht zwingend eine saubere Lösung – das sind sie erst, wenn sie mit grünem Wasserstoff betankt werden. Hinzu kommt das Geschäft mit Elektrolyseuren, in das der Konzern 2022 einstieg.
Bloom ist im Wasserstoff-Sektor eine der interessantesten Firmen. Im Geschäftsjahr 2024 könnte das Unternehmen erstmals die Gewinnzone erreichen. Trotzdem bleibt hier Vorsicht geboten, wie auch die aktuellen Kursverluste zeigen. Anlegerinnen und Anleger ohne hohe Risikoaffinität sollten abwarten, wie die weitere Geschäftsentwicklung bei Bloom läuft und ob wirklich schwarze Zahlen erreicht werden. Aktuell ist die Bloom-Aktie nur eine Option für Spekulanten.
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Bloom Energy Corp. CL A: ISIN US0937121079 / WKN A2JQTG