Bei FuelCell liefen die Geschäfte zuletzt schlecht. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

Wasserstoffaktie: FuelCell Energy mit schwachem drittem Quartal

Das Brennstoffzellen-Unternehmen FuelCell Energy aus den USA hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2022/23 (Mai bis Juli) die Erwartungen am Finanzmarkt verfehlt.

In den Monaten Mai bis Juli erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 25,5 Millionen US-Dollar. Das bedeutet im Jahresvergleich einen Rückgang um rund 41 Prozent und ist weniger als die 27,7 Millionen Dollar, die Analysten im Schnitt erwartet hatten.

Gesunkener Auftragsbestand

Dem Unternehmen zufolge lag dies an geringeren Einnahmen aufgrund fehlender Modulverkäufe. Im zweiten Quartal, als noch ein Umsatzplus von 134 Prozent erzielt worden war, hatte es einen großen Auftrag aus Südkorea gegeben.

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Der Auftragsbestand sank auch insgesamt. Zum Ende des dritten Quartals 2022 verfügte das Unternehmen über Bestellungen im Umfang von 1,3 Milliarden Dollar, ein Jahr später waren es nur noch 1,1 Milliarden Dollar.

Immerhin konnte FuelCell seinen Verlust reduzieren, das Quartalsdefizit sank von 29 auf 23,6 Millionen Dollar. Allerdings stiegen die Betriebskosten von knapp 24 auf 33 Millionen Dollar.

Am Finanzmarkt fielen die Zahlen durch, nach Veröffentlichung am Montag verlor die Aktie 7,6 Prozent. Aktuell ist die Aktie im Xetra-Handel 0,8 Prozent zum Vortag im Minus und kostet 1,31 Euro (Stand: 12.9.2023, 11:32 Uhr). Seit dem Allzeithoch 2021 hat die FuelCell-Aktie rund 94 Prozent an Wert verloren. 2023 steht seit dem Jahreshoch im Februar ein Minus von knapp 60 Prozent zu Buche.

FuelCell baut, betreibt und wartet vor allem Brennstoffzellen-Kraftwerke und ist auf sogenannte Karbonatbrennstoffzellen spezialisiert. Diese werden mit einem Gemisch aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid betrieben, das aus fossilem Erdgas oder Biogas gewonnen wird. Bei dessen Verbrennung entsteht neben weiterem Wasserstoff auch CO2, das extra gebunden werden muss, um nicht in die Atmosphäre zu entweichen. Aktuell forscht FuelCell an einer Möglichkeit, das CO2 direkt bei Entstehung in der Brennstoffzelle zu speichern.

Kein empfehlenswertes Investment

ECOreporter ist skeptisch, inwieweit das Unternehmen mit dieser Technologie einen echten Beitrag zur Dekarbonisierung leisten kann. Innovationskraft sollte besser auf die günstigere Produktion von tatsächlich grünem Wasserstoff gerichtet werden. Angesichts der schwachen Entwicklung der Aktie, bei der eine Trendwende derzeit nicht erkennbar ist, gibt es auch für Anlegerinnen und Anleger, die eine Wasserstoff-Wette eingehen wollen, aktuell keine Argumente für einen Einstieg.

Für eine detaillierte Einschätzung der Wasserstoffbranche lesen Sie das ECOreporter-Dossier Von Bloom Energy bis Linde: Das sind die sichersten Wasserstoff-Aktien.

FuelCell Energy Inc.:

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