Nel verzeichnet eine steigende Nachfrage nach seinen Elektrolyseuren zur Wasserstoffherstellung. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

Wasserstoffaktie Nel: Deutlich mehr Umsatz, weniger Verlust

Nel hat seinen Umsatz 2023 deutlich steigern können und weniger Verlust gemacht. Das norwegische Wasserstoffunternehmen sieht insbesondere bei der Auftragslage eine positive Entwicklung. Die Aktie gewinnt deutlich.

Der Umsatz von Nel wuchs im letzten Geschäftsjahr um 78 Prozent auf 1,8 Milliarden Norwegische Kronen (157 Millionen Euro). Die Einnahmen seien in allen Segmenten deutlich gesteigert worden, wie das Unternehmen erklärte.

Nel sieht Fortschritte bei der Auftragslage

Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte der Konzern den Verlust von 780 Millionen Kronen im Vorjahr auf 474 Millionen Kronen (41 Millionen Euro) senken. Der Nettoverlust verringerte sich um 316 Millionen Kronen auf 873 Millionen Kronen (76 Millionen Euro).

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Für Nel-Chef Håkon Volldal standen allerdings nicht das Umsatzplus und der gesunkene Verlust im Vordergrund. "Obwohl ich mich über diese Entwicklung freue, ist die eigentliche Bedeutung der Finanzzahlen für 2023, dass das Geschäftsmodell von Nel gut skaliert. Wir wissen, dass wir in der Lage sein werden, ein positives Ergebnis zu erzielen, wenn wir unsere Einnahmen weiter steigern können", so Volldal.

Die Projekt-Pipeline von Nel wuchs weiter. Bei den 20 wichtigsten Aufträgen des Unternehmens liegt die durchschnittliche Projektgröße laut Nel bei etwa 450 Megawatt (MW). Der Mittelwert der Projekte beträgt etwa 200 MW. In den letzten Quartalen hat sich der Konzern zudem nach eigenen Angaben mehrere bezahlte FEED-Studien (Front-End Engineering and Design) für Projekte im Gigawatt-Umfang gesichert.

Aktie verliert beständig an Wert

Laut Volldal war im Jahr 2022 das größte Lieferprojekt eine 20-MW-Anlage, derzeit würden Kunden hingegen vermehrt größere Elektrolyseur-Kapazitäten nachfragen. "Heute sehen wir uns Initiativen an, die Hunderte von Megawatt an Elektrolyseur-Kapazität umfassen. Dies ist ein Vorteil für Nel, denn wir können auf eine einzigartige Erfolgsbilanz zurückblicken: fast ein Jahrhundert an Erfahrung in Kombination mit bewährter, wettbewerbsfähiger Technologie", sagt Volldal. Nel baut bereits seit 1927 Elektrolyseure.

Die Nel-Aktie gewann als Reaktion auf die neuen Zahlen im gestrigen Tradegate-Handel 7,6 Prozent an Wert. Aktuell ist sie zum Vortag wieder 2 Prozent im Minus und kostet 0,41 Euro (Stand: 29.2.2024, 11:59 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 13,7 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 71,6 Prozent an Wert verloren.

ECOreporter sieht bei Nel keine "einzigartige Erfolgsbilanz". Insgesamt liegt der Umsatz weiter auf niedrigem Niveau, von der Gewinnzone bleibt Nel weit entfernt. Die Aktie verliert seit Anfang 2021 beständig an Wert, auf drei Jahre betrachtet ist sie 84 Prozent im Minus. Als sogenannter Pennystock mit einem Preis von unter einem Euro ist die Aktie zudem besonders schwankungsanfällig. Die Aktie bleibt ein hochspekulatives Investment, aktuell spricht wenig für einen Einstieg.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Von Bloom Energy bis Linde: Das sind die spannendsten Wasserstoff-Aktien

Nel ASA:  ISIN NO0010081235 / WKN A0B733

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