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Aktientipps, Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Windaktien: Bei welchen Windpark-Entwicklern und -Betreibern kann sich ein Kauf lohnen?
Die Windkraft ist mittlerweile Deutschlands wichtigste Stromerzeugungsquelle, auch weltweit wächst die Zahl der Anlagen – und doch hat die Branche aus verschiedenen Gründen Probleme. ECOreporter prüft, bei welchen börsennotierten Unternehmen es Kaufchancen gibt und wo sich Anlegerinnen und Anleger aktuell eher zurückhalten sollten. Lesen Sie in Teil zwei unserer Analyse, wie es Unternehmen geht, die Windparks planen, bauen und betreiben.
Die Windkraftbranche lässt sich grob in zwei Kategorien unterteilen. Beide haben Probleme, die teils miteinander verzahnt sind:
- Hersteller von Windanlagen und von dafür notwendigen Komponenten. Windanlagenbauer litten in den letzten Jahren stark unter gestiegenen Preisen für wichtige Rohstoffe wie Stahl, Engpässen in der Lieferkette und höheren Transportkosten. Mittlerweile hat sich die Situation gebessert, und es können wieder solide Gewinne verbucht werden.
- Windpark-Projektierer und Betreiber von Windkraftanlagen. Höhere Kosten, Unsicherheiten bei Regularien und Verzögerungen bei Netzanschlüssen sorgen für Verschiebungen und teils sogar Absagen von Projekten. In den USA bekämpft Donald Trump besonders die Offshore-Windbranche politisch. Zudem haben sich die Strompreise wieder normalisiert. Und bei der Stromerzeugung spielt ein komplett unkontrollierbarer Faktor eine wesentliche Rolle: das Wetter.
In Teil zwei des Überblicks schaut sich ECOreporter die Projektierer und Betreiber von Windparks näher an. Im Folgenden finden Sie Einschätzungen zu diesen Aktien:
- ABO Energy
- Clearvise
- EDP Renováveis
- Energiekontor
- Eolus
- ERG
- Greencoat UK Wind
- Orsted
- PNE
Einen Überblick zu den Herstellern von Windkraftanlagen und entsprechenden Komponenten finden Sie im ersten Teil des Dossiers. Dort betrachtet ECOreporter auch den Markt für Windenergie näher und beschreibt, wie es um den Windkraftausbau in Deutschland und weltweit steht. In dem Artikel erfahren Sie zudem mehr zu den aktuellen Risiken auf dem US-Markt unter Windenergie-Hasser Trump.
Die US-Politik spielt für Windparkbauer und -betreiber eine besonders große Rolle: Der US-Präsident hat weitere Genehmigungen für neue Windparks vor den US-Küsten verboten und versucht, bereits genehmigte Projekte zu blockieren. Konzerne und auch US-Bundesstaaten, die Verträge für Windstrom abgeschlossen haben, wehren sich dagegen vor Gericht, oft mit Erfolg – doch die Verzögerungen kosten Milliarden und riskieren die Wirtschaftlichkeit von Projekten.
Gemischte Signale in Deutschland
Sorgen macht Betreibern auch ein Referentenentwurf zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aus dem deutschen Bundeswirtschaftsministerium. In diesem ist die Einführung eines sogenannten "Redispatchvorbehalts" vorgesehen. Neuanlagen würden dann künftig keine Entschädigung mehr erhalten, falls sie wegen einer Überlastung des Netzes abgeregelt werden müssen. Das dürfte besonders Windanlagen im Norden betreffen – weil der Netzausbau nicht mit dem Ausbau der Erneuerbaren mithält, kann Windstrom oft nicht aus Norddeutschland in den Süden transportiert werden. Nach den Plänen der Regierung müssten dafür aber nicht die Netzbetreiber die Zeche zahlen, sondern die Stromerzeuger.
Gleichzeitig will Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nach eigenen Angaben "der Windenergie an Land bis 2030 einen zusätzlichen Boost von bis zu 12 Gigawatt" geben. Das dürfte zusätzliche Ausschreibungen für bis zu 2.000 Windräder bedeuten. Warum damit aber auch Risiken verbunden sind, lesen Sie hier.
Wenn Sie nicht in Einzelaktien investieren möchten, sondern lieber in ein ganzes Paket von Erneuerbare-Energien-Titeln, bieten sich Optionen bei nachhaltigen Fonds und ETFs an. Windaktien enthalten etwa der tiefgrüne Ökoworld Klima, der Invesco Global Clean Energy ETF und der Deka Future Energy ETF. Aber Achtung: Diese Produkte waren in den letzten Jahren sehr schwankungsanfällig.
Im folgenden Premium-Bereich finden Sie detaillierte Einschätzungen zu den oben genannten Aktien.
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