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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Zweiter Tag in Folge: Verdi setzt Warnstreiks bei DHL Group fort
Die Gewerkschaft Verdi setzt die Warnstreiks beim Bonner Logistiker DHL Group fort. Der ECOreporter-Aktien-Favorit will im Tarifkonflikt bald ein neues Angebot machen – und kritisiert den Arbeitskampf.
Nachdem am Dienstag größere Städte bestreikt wurden, geht es am heutigen Mittwoch vor allem um ländliche Regionen. Stadtstaaten wie Hamburg und Bremen sind Verdi zufolge nicht betroffen.
DHL: Streiks sind "unnötig"
Die Gewerkschaft will mit den Streiks im laufenden Tarifkonflikt den Druck erhöhen. In der zweiten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche hatte es Verdi zufolge "keine greifbaren Verhandlungsergebnisse" gegeben. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 12. und 13. Februar angesetzt.
Die DHL Group ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Eine aktuelle Einschätzung der Aktie lesen Sie im Premium-Bereich.
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Verdi fordert für die Beschäftigten der DHL-Tochter Deutsche Post insbesondere eine Lohnerhöhung um 7 Prozent und zusätzliche Urlaubstage. Der Konzern wiederum erklärt, der Spielraum für Lohnerhöhungen sei "sehr gering". Er verweist auf die im Digitalzeitalter sinkende Briefmenge bei gleichzeitig hohen Investitionskosten.
In der dritten Verhandlungsrunde will die DHL allerdings nach eigener Aussage ein Angebot vorlegen. Die Streiks seien daher "unnötig, da sie letztlich zu Lasten unserer Kundinnen und Kunden gehen", so ein Sprecher des Konzerns gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Die DHL-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,5 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 36,11 Euro (Stand: 29.1.2025, 10:38 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 5,8 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat der Kurs um 19,7 Prozent nachgegeben.
Die DHL Group hatte nach dem dritten Quartal ihre Prognose für das abgelaufene, aber noch nicht abgerechnete Geschäftsjahr 2024 gestrichen. ECOreporter berichtete hier. Der Konzern leidet aktuell unter der schwachen Konjunktur – den meisten Umsatz und Gewinn erwirtschaftet er im internationalen Frachtgeschäft und nicht mit Briefen und Paketen in Deutschland.
Streit mit der Bundesnetzagentur
Im Deutsche Post-Geschäft streitet sich die DHL zudem mit der Bundesnetzagentur. Die muss dem Unternehmen Portoerhöhungen genehmigen, tut dies aus Sicht des Konzerns aber zu selten und in zu geringem Umfang. Deshalb sind laut DHL die Einnahmen zu gering, um auf die Verdi-Forderungen einzugehen. Das Unternehmen hat zudem Klage gegen die Bundesnetzagentur eingereicht.
ECOreporter sieht bei der DHL Group weiter solide Aussichten. Zwar schwächelt das Ergebnis aktuell, der Konzern erwirtschaftet aber noch immer ordentliche Gewinne und steht finanziell gut da. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie ist mit 12 für 2024 und 2025 niedrig. Die erwartete Dividendenrendite für das laufende Jahr beträgt attraktive 5,3 Prozent. Ein Einstieg in die Aktie ist weiter eine Option, Anlegerinnen und Anleger sollten jedoch eine lange Haltedauer einplanen und mögliche Kursrücksetzer aushalten können.
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Deutsche Post AG (DHL Group): ISIN DE0005552004 / WKN 555200
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