Orsted ist Weltmarktführer bei Windparks auf hoher See. Ein sehr nachhaltiges, in den letzten Jahren aber auch schwieriges Geschäft. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

Ölkonzern Equinor steigt bei Orsted ein

Der norwegische Ölriese Equinor wird zweitgrößter Anteilseigner des dänischen Erneuerbare-Energien-Konzerns Ørsted. Die Ørsted-Aktie gewinnt mehr als 5 Prozent.

Equinor möchte sich stärker bei sauberen Energien engagieren und hat deshalb für umgerechnet 2,3 Milliarden Euro knapp 10 Prozent der Anteile an Ørsted erworben. Damit wird der norwegische Konzern zum zweitgrößten Ørsted-Aktionär hinter dem dänischen Staat, der weiterhin 50,1 Prozent der Aktien hält. Auch Equinor ist ein staatlich kontrolliertes Unternehmen, zwei Drittel der Anteile gehören dem norwegischen Staat.

„Die Offshore-Windindustrie steht derzeit vor einigen Herausforderungen“, sagt Equinor-Chef Anders Opedal. „Aber wir sind weiterhin zuversichtlich, was die langfristigen Aussichten des Sektors und die entscheidende Rolle angeht, die Offshore-Windenergie bei der Energiewende spielen wird.“ Ørsted besitze „ein Portfolio erstklassiger Offshore-Windkraftanlagen“.

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Die Ørsted-Aktie hat gestern nach Bekanntwerden des Einstiegs von Equinor mehr als 5 Prozent an Wert gewonnen. Aktuell notiert sie im Tradegate-Handel weitere 2,2 Prozent im Plus bei 60,58 Euro (Stand 8.10.2024, 9:04 Uhr). Der schwankungsanfällige Kurs bewegt sich damit wieder auf dem Niveau von vor einer Woche.

Die Aktie hat zwischen Anfang 2021 und Ende 2023 stark an Wert verloren, weil Ørsteds Kerngeschäft – der Bau von großen Windparks auf dem Meer (Offshore-Windkraft) – aufgrund von Lieferengpässen, stark gestiegenen Kosten und teils schwierigen Genehmigungsverfahren unrentabler geworden ist. Der Konzern schrieb zuletzt aber wieder schwarze Zahlen.

Aktie gewinnt in einem Jahr 31 Prozent

In diesem Jahr geht es für die Aktie mit einigen Ausschlägen überwiegend aufwärts. Auf drei Monate gesehen hat sie 10 Prozent gewonnen, im Jahresvergleich notiert sie 31 Prozent im Plus. Auf fünf Jahre betrachtet hat sie 29 Prozent an Wert verloren.

Trotz der aktuellen Schwierigkeiten sieht ECOreporter solide Perspektiven bei Ørsted. Der Konzern kann seinen Anlagenbestand weltweit weiter ausbauen, und das Tagesgeschäft läuft robust. Zuletzt erhielt Ørsted Preisgarantien für seine geplanten Windparks Hornsea 3 und 4 vor der Ostküste Englands.

Für risikoaffine Anlegerinnen und Anleger mit langem Atem gibt es bei der Ørsted-Aktie nach den hohen Börsenverlusten der letzten Jahre Kaufchancen. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 fällt mit 27 etwas hoch aus, für 2025 liegt es bei moderateren 15.

Lesen Sie auch unseren zweiteiligen Windaktien-Überblick.

Ørsted A/S: ISIN DK0060094928 / WKN A0NBLH

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