Schwimmende Windparks sollen die Energiegewinnung in tieferen Gewässern möglich machen. / Symbolbild: Pixabay

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

Orsted verkauft Mehrheit an schwimmendem Windprojekt in Schottland

Der dänische Energiekonzern Ørsted hat 80 Prozent der Anteile an dem schwimmenden Windprojekt Salamander in Schottland an das norwegische Windkraftunternehmen Odfjell Oceanwind (OOW) verkauft. Der Demonstrationswindpark soll eine Kapazität von 100 Megawatt (MW) besitzen.

Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Ørsted hatte die Mehrheitsbeteiligung am Salamander-Projekt im April 2022 erworben. Der Windpark soll auf einer schwimmenden Plattform stehen, die mit Verankerungsleinen am Meeresboden befestigt wird. Die Technologie soll Windparks auch in tieferen Gewässern ermöglichen, fest im Meeresboden verankerte Windkraftanlagen sind nur bis zu einer Wassertiefe von 60 Metern möglich.

Technologie aus der Öl- und Gasindustrie

Vorbild ist Technik, die bereits in der Öl- und Gasindustrie angewendet wird. Das Projekt soll die Technologie testen und helfen, Lieferketten aufzubauen. Ziel ist es zu zeigen, dass Floating-Wind-Projekte vom Demonstrationsmaßstab von 100 MW zu kommerziellen Großprojekten in Gigawatt-Dimensionen wachsen können. Neben Salamander sollen zwölf weitere Demonstrationsprojekte vor der schottischen Küste entstehen.

Im März erhielt Salamander die Genehmigung für den Bau der notwendigen Infrastruktur an Land wie Umspannwerke und Kabeltrassen. Im Juli folgte grünes Licht für den Bau des eigentlichen Windparks auf See und die Verankerung der Fundamente.

Die Technologie für die schwimmenden Fundamente stammt bereits von OOW. Die Norweger werden das Projekt künftig als Mehrheitsgesellschafter zusammen mit der Simply Blue Group und Subsea7 aus Großbritannien betreiben.

Die Ørsted-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 2,1 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 24,93 Euro (Stand: 26.8.2025, 11:03 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 40,6 Prozent im Minus, auf Jahressicht büßte sie 51,5 Prozent an Wert ein.

US-Regierung stoppt Windparkbau

Ørsted hat Mitte August eine Kapitalerhöhung von umgerechnet rund 8 Milliarden Euro angekündigt, um laufende Bauprojekte zu finanzieren. Die Aktie war daraufhin eingebrochen. Der Konzern kämpft wie die gesamte Offshore-Windindustrie mit steigenden Kosten und Verzögerungen von Bauprojekten. Hinzu kommen politische Probleme auf dem wichtigen US-Markt: US-Präsident Donald Trump ist erklärter Windkraft-Gegner und versucht, den Ausbau zu behindern.

In der vergangenen Woche stoppte das Innenministerium in den Vereinigten Staaten den Bau eines fast fertiggestellten Ørsted-Windparks. Mehr dazu und eine aktuelle Einschätzung der Ørsted-Aktie lesen Sie hier.

Ørsted A/S: ISIN DK0060094928 / WKN A0NBLH

(Aktuelle Kursdaten zu der Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)

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