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2G Energy mit Aufträgen auf Rekordniveau – langfristige Prognose wird angehoben
Der Blockheizkraftwerk- und Wärmepumpen-Hersteller 2G Energy verzeichnet weiter einen starken Auftragseingang. Allerdings leidet das Tagesgeschäft unter Projektverzögerungen. Langfristig wird der Konzern optimistischer.
Der Auftragsbestand liegt derzeit laut 2G Energy bei mehr als 220 Millionen Euro und damit weiterhin auf Rekordniveau. Der starke Bestelleingang sei "insbesondere der weite rwachsenden Internationalisierung des 2G-Geschäftes zu verdanken", so das Unternehmen. Während potenzielle Kunden in Deutschland wegen der komplizierten Energiepolitik eher abwarten würden, sei der Umsatz im ersten Halbjahr 2024 in Osteuropa, den USA und auch wieder in Asien gestiegen.
Längere Projektlaufzeiten belasten
"Unser frühes Engagement, Know-how und Reputation in allen Gasarten zu erlangen, und unsere frühe Entscheidung, auch international ein Partnerkonzept zu etablieren, zahlen sich offensichtlich aus", so 2G-Chef Christian Grotholt. "In Deutschland machen uns die jüngsten Verlautbarungen des Bundeswirtschaftsministers zuversichtlich, dass die strategische Bedeutung von Biogasnutzung in der Strom- und Wärmewende nun doch deutlich erkannt wird. Dadurch wird die Anzahl der Aufträge in Deutschland wieder zunehmen." Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte jüngst ein "umfassendes Biomassepaket" angekündigt.
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In den ersten sechs Monaten 2024 ging der Umsatz von 2G Energy trotz der starken Auftragslage leicht um 3,2 Prozent auf 131 Millionen Euro zurück. Zwar hätten sich Verzögerungen auf den Baustellen aufgrund verbesserter Materialversorgung entspannt, was zu einem Umsatzschub im vierten Quartal 2023 sowie im ersten Quartal 2024 führte. Es gebe aber weiterhin Engpässe etwa bei der Verfügbarkeit von Transformatoren oder auch Fachkräften sowie Verzögerungen in Genehmigungsverfahren, so das Unternehmen.
Die Folge seien sehr viel längere Projektlaufzeiten, die teilweise zu Verzögerungen bei Produktion und Auslieferung führen würden. Hinzu komme, dass die erste Hälfte eines Jahres mit dem Ende der Heizperiode traditionell das für BHKW-Auslieferungen deutlich schwächere Halbjahr darstelle. Dies sei teilweise durch das gut laufende Servicegeschäft kompensiert worden. Ergebniszahlen für die ersten sechs Monate teilte der Konzern noch nicht mit.
Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte 2G Energy. Das Unternehmen erwartet 2024 einen Umsatz in der Spanne von 360 bis 390 Millionen Euro. Die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) soll bei 8,5 bis 10,0 Prozent liegen.
Langfristig wird das Unternehmen "angesichts des stabilen Auftragseingangs auf hohem Niveau" optimistischer. Für 2025 erwartet der 2G-Vorstand nun einen Umsatz von 410 bis 450 Millionen Euro. Bisher war das Unternehmen von Einnahmen zwischen 390 und 450 Millionen Euro ausgegangen.
Die 2G Energy-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 3,1 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 20,50 Euro (Stand: 22.8.2024, 10:39 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 4,2 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 9,1 Prozent eingebüßt.
ECOreporter schätzt die Aussichten von 2G Energy langfristig als gut ein. Das Unternehmen ist in zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern tätig und hat kaum Schulden. Anlegerinnen und Anleger sollten für ein Investment allerdings Geduld mitbringen und mit höheren Kursschwankungen leben können. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 für 2024 und 11 für 2025 ist die Aktie weiterhin nicht hoch bewertet.
Einschätzungen zu Wärmepumpen-Aktien finden Sie hier.
2G Energy AG: ISIN DE000A0HL8N9 / WKN A0HL8N