ECOreporter hat geprüft, ob sich ein Einstieg bei Aktien wie Carrier Global, Nibe oder Trane lohnen kann. / Foto: Pixabay

  Aktientipps, Nachhaltige Aktien

Wärmepumpen-Aktien: Gut fürs Klima, gut fürs Depot?

Der Markt für Wärmepumpen wächst weltweit sehr unterschiedlich – und die deutsche Regierung tut viel dafür, den Ausbau zu behindern. Trotzdem führt an der Technologie als neuem Standard beim Beheizen von Gebäuden langfristig kein Weg vorbei. Lohnt sich ein Investment in die Branche für Anlegerinnen und Anleger also? ECOreporter hat sich sechs Wärmepumpen-Aktien genauer angesehen.

Der globale Wärmepumpenausbau wächst stark, angeführt von China als größtem Markt. Dahinter folgt Europa, insbesondere dank des starken Ausbaus in Skandinavien. Spitzenreiter ist Norwegen – dort haben nach aktuellen Zahlen mehr als 60 Prozent der Haushalte eine Wärmepumpe installiert. Regional gibt es aber deutliche Unterschiede. Am anderen Ende der Skala liegt etwa Großbritannien mit lediglich 19 installierten Wärmepumpen pro 1.000 Haushalte. In Deutschland haben nach Schätzungen des Europäischen Wärmepumpenverbands (EHPA) etwas mehr als 5 Prozent der Haushalte eine Wärmepumpe, also 50 von 1.000.

Nachdem der Wärmepumpenmarkt 2024 eingebrochen war, stiegen die Verkäufe im letzten Jahr wieder. In Deutschland etwa wurden 2025 in den ersten sechs Monaten 299.000 Wärmepumpen verkauft, ein Wachstum von ungefähr 55 Prozent gegenüber 2024. Ursprünglich galt das Ziel, 500.000 neue Wärmepumpen pro Jahr in Betrieb zu nehmen – ob das 2025 erreicht wurde, ist noch unklar, da aktuell (Stand Anfang März 2026) noch keine Zahlen für das Gesamtjahr vorliegen. Die aktuelle Bundesregierung tut außerdem viel dafür, den Ausbau künftig wieder zu bremsen: Ein neues Heizungsgesetz will keinen Abschied von Öl- und Gasheizungen und dürfte Förderungen für modernere Heizungssysteme wohl deutlich kürzen.


In vielen deutschen Neubauten ist mittlerweile eine Wärmepumpe installiert – doch der Ausbau lahmt, auch wegen politischer Kampagnen. / Foto: Pixabay

An der Börse sind Kompromisse nötig

An den Herstellern liegt die Verzögerung der deutschen Heizungswende laut dem Bundesverband Wärmepumpe nicht. Die Branche sei "fit für den konsequenten Wärmepumpenhochlauf", so BWP-Geschäftsführer Claus Fest. Auch das klimapolitisch notwendige Ziel von sechs Millionen Wärmepumpen im Jahr 2030 könne erfüllt werden.

Mit Wärmepumpen-Aktien ist es ebenfalls nicht ganz einfach. Unter anderem, weil es nach wie vor keine Firmen an der Börse gibt, die sich ganz auf Wärmepumpen konzentrieren. Meistens ist das ein Geschäft für große Mischkonzerne wie Panasonic oder für (allesamt nicht börsennotierte) Heizungsspezialisten, in Deutschland etwa Vaillant oder Stiebel Eltron.

Wer vom Wachstum im Wärmepumpen-Markt profitieren möchte, muss Firmen suchen, die mit Wärmepumpen zumindest einen deutlichen Teil ihres Umsatzes erzielen und ansonsten verwandte Produkte wie Klimaanlagen anbieten. Der Vorteil: Bei solchen Unternehmen können andere Geschäftsbereiche zwischenzeitliche Flauten beim Wärmepumpenabsatz ausgleichen. Die erfolgreichste von ECOreporter analysierte Aktie hat ihren Wert mit einem Plus von über 200 Prozent in den letzten fünf Jahren mehr als verdreifacht.

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