2G Energy stellt bislang Blockheizkraftwerke her, die mit Erdgas oder Wasserstoff betrieben werden können, will zukünftig aber auch Großwärmepumpen anbieten. / Foto: 2G Energy

  Nachhaltige Aktien

2G Energy steigert Umsatz, Aktie legt zu

Der Blockheizkraftwerk-Hersteller 2G Energy profitierte im letzten Jahr von einem starken Neuanlagengeschäft. Vor allem der deutsche Markt erholte sich spürbar. Wie entwickelt sich das junge Wärmepumpengeschäft?

Das Unternehmen aus Heek im Münsterland setzte 2023 nach vorläufigen Zahlen ungefähr 365 Millionen Euro um. 2022 waren es knapp 313 Millionen Euro. Als Umsatztreiber erwies sich nach Angaben von 2G Energy das Neuanlagengeschäft, da insbesondere in Deutschland die „lang andauernden, kundenseitigen Engpässe bei Genehmigungen, Baumaterialien und Verfügbarkeit von Fachkräften überwunden und zahlreiche Projekte rechtzeitig zu Beginn der Heizperiode abgeschlossen wurden“.

Während die Installationen neuer Blockheizkraftwerke um mehr als 20 Prozent auf 202 Millionen Euro zulegten, wuchs die Servicesparte um knapp 10 Prozent auf 163 Millionen Euro. Das Wärmepumpen-Segment, das 2G Energy vom niederländischen Unternehmen NRGTEQ übernommen hat, trug im letzten Jahr erwartungsgemäß erst minimal zum Konzernumsatz bei. Vollständige Geschäftszahlen für 2023 will das Management am 11. April veröffentlichen.

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Nach Bekanntgabe der Umsatzsteigerung hat die 2G Energy-Aktie gestern im Tradegate-Handel 2,7 Prozent an Wert gewonnen, am späteren Nachmittag kostete sie 23,05 Euro (Stand 29.2.2024, 16:36 Uhr). Die Aktie bewegte sich in den letzten Jahren mit teils starken Ausschlägen in erster Linie seitwärts. Im Jahresvergleich hat sie 0,4 Prozent verloren, auf drei Jahre gesehen 3,5 Prozent gewonnen. Langfristig ist die Aktie sehr gut gelaufen, in den letzten fünf Jahren hat sie 213 Prozent zugelegt.

Für 2024 geht 2G Energy von einem Umsatz von 390 Millionen Euro aus und rechnet mit einer Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) zwischen 8,5 und 10 Prozent. Höhere Verkaufspreise, der steigende Umsatz und eine bessere Auslastung sollen "erneut zu spürbaren Ergebnisverbesserungen führen", so das Unternehmen. Für 2025 kalkuliert man mit 450 Millionen Euro Umsatz.

Die Umsatzbeiträge der Wärmepumpensparte dürften allerdings vorerst noch gering bleiben. 2G Energy will Wärmepumpen zwar schon ab diesem Jahr in seine reguläre Preisliste aufnehmen. Mit höheren Absatzzahlen rechnet das Unternehmen aber erst nach Abschluss der kommunalen Wärmeplanung in den großen deutschen Gemeinden, also ab 2026.

ECOreporter sieht weiterhin Potenzial für die 2G Energy-Aktie. Das Unternehmen ist in zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern tätig und hat kaum Schulden. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16 für 2024 ist die Aktie derzeit moderat bewertet. Sie bleibt ein interessantes Thema für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger, die mit höheren Kursschwankungen leben können.

Einschätzungen zu Wärmepumpen-Aktien finden Sie hier.

2G Energy AG:  ISIN DE000A0HL8N9 / WKN A0HL8N

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