KWK-Anlage von 2G Energy. Der Konzern verkauft weltweit Blockheizkraftwerke und bietet mittlerweile zudem auch Großwärmepumpen an. Der Aktienkurs ist auf fünf Jahre geshehen 170 Prozent im Plus. / Foto: 2G Energy

  Nachhaltige Aktien

2G Energy rechnet mit steigenden Gewinnmargen

Der Blockheizkraftwerk- und Wärmepumpen-Hersteller 2G Energy geht davon aus, seine Rentabilität in den nächsten Jahren verbessern zu können. 2024 sind Umsatz und Gewinnmarge gestiegen. Die Aktie legt wieder zu.

Das Unternehmen aus Heek im Münsterland steigerte seinen Umsatz im letzten Jahr nach vorläufigen Zahlen von 365,1 auf 375,6 Millionen Euro (ECOreporter berichtete bereits hier). Wegen einer deutlich verbesserten Materialaufwandsquote stieg die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) von 7,6 auf 8,9 Prozent.

2G Energy wuchs 2024 in allen Märkten außer Deutschland. Besonders stark legte der Umsatz in Nord- und Mittelamerika zu, dort stiegen die Einnahmen um 71 Prozent auf umgerechnet 34,8 Millionen Euro. Mit einem Volumen von etwa 110 Millionen Euro übertraf das Neuanlagengeschäft im Ausland erstmals die Verkäufe in Deutschland (ungefähr 97 Millionen Euro).

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Für 2025 kalkuliert 2G Energy mit einem deutlichen Umsatzanstieg auf 430 bis 450 Millionen Euro. Die EBIT-Marge soll zwischen 8,5 und 10,5 Prozent liegen. 2026 erwartet das Management eine Marge von 9,0 bis 11,0 Prozent. Das Unternehmen geht wegen der wachsenden Absatzzahlen von einer besseren Auslastung seiner Fertigungskapazitäten aus. Der Auftragsbestand erreichte Ende 2024 mit etwa 189 Millionen Euro einen neuen Rekordwert.

Voraussetzung für eine weitere positive Entwicklung seien allerdings „einigermaßen stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen“, teilte 2G Energy mit. Ein weiter eskalierender Zollstreit zwischen den USA und Europa könnte das Wachstum ausbremsen. Seine vollständigen Geschäftszahlen für 2024 will das Unternehmen am 28. April veröffentlichen.

Die 2G Energy-Aktie ist heute mit einem Plus von 2,1 Prozent zum Vortag und einem Preis von 24,75 Euro in den Xetra-Handel gestartet (Stand 1.4.2025, 9:12 Uhr). Der Kurs war in den ersten drei Märzwochen deutlich gestiegen, unter anderem weil Investoren darauf hoffen, dass das Unternehmen von den geplanten milliardenschweren Investitionen der neuen deutschen Bundesregierung in Infrastrukturprojekte profitieren wird. Einen großen Teil dieser Kursgewinne hat die Aktie mittlerweile allerdings bereits wieder abgegeben. Im Wochenvergleich notiert sie 14 Prozent im Minus, auf Monatssicht hat sie knapp 10 Prozent zugelegt.

Der Aktienkurs entwickelte sich in den letzten Jahren uneinheitlich

Nach zuvor hohen Zuwächsen bewegt sich der Kurs seit 2021 vor allem seitwärts, schwankt dabei jedoch teils deutlich. Im Jahresvergleich hat die Aktie 15 Prozent gewonnen, auf drei Jahre gesehen 21 Prozent verloren. In den letzten fünf Jahren ist der Kurs um 170 Prozent gestiegen.

ECOreporter schätzt die langfristigen Aussichten von 2G weiterhin als gut ein. Das Unternehmen ist in zukunftsträchtigen Bereichen tätig und hat kaum Schulden. Das Geschäft wächst in mehreren Märkten und könnte noch an Fahrt gewinnen, wenn die Bestellungen in Deutschland wieder anziehen.

Anlegerinnen und Anleger sollten für ein Investment allerdings Geduld mitbringen und mit Kursschwankungen leben können, auch wegen der Unsicherheiten im US-Markt. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie von 14 für 2025 ist allerdings nicht hoch. Ein Einstieg bleibt nach Einschätzung von ECOreporter weiterhin möglich.

Lesen Sie auch unser Dossier Wärmepumpen-Aktien: Investieren in die Energiewende?

2G Energy AG:   ISIN DE000A0HL8N9 / WKN A0HL8N

(Aktuelle Kursdaten zur Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)

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