2G Energy stellt bislang Blockheizkraftwerke her, die mit Erdgas oder Wasserstoff betrieben werden können, will zukünftig aber auch Großwärmepumpen anbieten. / Foto: 2G Energy

  Nachhaltige Aktien

2G Energy steigert Gewinn um 50 % – wie gut ist die Aktie?

2G Energy hat das erste Halbjahr 2023 mit einem Rekordgewinn abgeschlossen. Und der Auftragseingang des Fertigers von Blockheizkraftwerken (BHKW) steigt weiter. Die Aktie befindet sich nach einer Korrekturphase wieder in einer Aufwärtsbewegung.

Das Unternehmen aus Heek im Münsterland profitierte in der ersten Jahreshälfte von einer Entspannung der Lieferketten. Der Umsatz stieg um 19 Prozent zum Vorjahr auf mehr als 135 Millionen Euro (ECOreporter berichtete bereits hier). Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 2,6 Millionen Euro. Das sind 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) verbesserte sich von 2,2 Prozent auf 3,0 Prozent.

Um die Effizienz zu steigern, hat 2G Energy seine Fertigung mittlerweile von einem Zweischichtsystem auf ein Einschichtsystem umgestellt. „Mit der Synchronisation von Montageabläufen, Qualitätsprozessen und Logistikvorgängen haben wir die Produktivbereiche wesentlich verstetigt und beide Schichten in einer zusammengefasst“, erläutert Vorstandsmitglied Ludger Holtkamp. „Es ergibt sich eine Win-Win-Situation: Die Mitarbeiter müssen nicht mehr im ungeliebten Wechselschichtsystem arbeiten, und 2G stehen Arbeitskräfte zur Verfügung, die natürlich morgens um 10 Uhr belastbarer und umsichtiger sind, als sie es bisher abends um 22 Uhr waren.“

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Für die nächsten Monate geht 2G Energy von weiterhin guten Geschäften aus. Laut Management lag der Auftragseingang im Juli und August höher als in den Vorjahresmonaten. Man sei zuversichtlich, im dritten Quartal deutlich mehr Aufträge verbuchen zu können als im gleichen Zeitraum 2022 (37,6 Millionen Euro).

2G Energy bezeichnet sich selbst als weltweiten Technologieführer bei stationären Wasserstoff-BHKW. Um sich breiter aufzustellen, möchte der Konzern ab 2024 auch Großwärmepumpen mit einer thermischen Kapazität ab 200 kWth bauen. Der Vorstand geht davon aus, dass die Nachfrage nach solchen Anlagen steigen wird, weil in Deutschland die Kommunen verpflichtend kommunale Wärmepläne aufstellen müssen (ECOreporter berichtete hier). 2G Energy hat in der Vergangenheit bereits Großwärmepumpen in Kombination mit Blockheizkraftwerken installiert. Für die eigene Wärmepumpenfertigung übernimmt das Unternehmen den niederländischen Hersteller NRGTEQ.

390 Prozent Plus in den letzten fünf Jahren

Der Kurs der 2G-Aktie bewegt sich seit Anfang 2021 auf hohem Niveau in erster Linie seitwärts, schwankt dabei aber teils deutlich. Nach einer längeren Abwärtsbewegung zwischen Mitte Juni und Mitte August steigt die Aktie wieder. Im Jahresvergleich notiert sie 8 Prozent im Plus, auf fünf Jahre gesehen hat sie 390 Prozent zugelegt. Aktuell steht der Kurs im Xetra-Handel bei 25,80 Euro (7.9.2023, 10:09 Uhr).

ECOreporter sieht weiterhin Potenzial für die 2G Energy-Aktie. Das Unternehmen ist in zukunftsfähigen Geschäftsfeldern tätig und hat kaum Schulden. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22,5 für 2023 ist die Aktie derzeit vertretbar bewertet. Sie bleibt ein interessantes Thema für langfristig denkende Anlegerinnen und Anleger, die mit höheren Kursschwankungen leben können.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Interview mit 2G Energy-Finanzchef Friedrich Pehle.

Einschätzungen zu Wärmepumpen-Aktien finden Sie hier.

2G Energy AG:  ISIN DE000A0HL8N9 / WKN A0HL8N

Verwandte Artikel

28.08.23
 >
25.08.23
 >
04.03.26
 >
26.12.25
 >
26.03.26
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x