7C Solarparken will sich vorerst auf seinen aktuellen Anlagenbestand konzentrieren. / Foto: 7C Solarparken

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

7C Solarparken macht weniger Gewinn und streicht Dividende

Das Bayreuther Solarunternehmen 7C Solarparken hat auch wegen eines Einmaleffekts im ersten Halbjahr 2024 deutlich weniger Geld verdient. Das Unternehmen streicht die Dividende und gibt seine Ausbaupläne für den Anlagenbestand auf.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel von 33 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2023 auf 23,2 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2024, wie 7C mitteilte. Das lag dem Unternehmen zufolge vor allem an schlechtem Wetter, dem anhaltenden Druck auf die Strompreise und vor allem der einmaligen Wertminderung einer Forderung für ein Solarprojekt in der Nähe von Bitterfeld. Mehr zu dem Fall können Sie hier lesen.

Ziele beim Anlagenbestand und Dividende werden gestrichen

Ohne die einmalige Wertminderung und bereinigt um die Witterungsbedingungen hätte das EBITDA die ursprüngliche Prognose für das Jahr übertroffen, wie 7C erklärte. 70 Prozent der Einnahmen aus dem Stromverkauf stammen aus festen Einspeisetarifen und werden von Preisschwankungen nicht beeinflusst. Zudem hat das Unternehmen sich auch anderweitig gegen sinkende Preise abgesichert, etwa durch Änderungen in der Vermarktung des Stroms.

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Unter dem Strich brach der Nettogewinn von 8,8 Millionen Euro auf 1,4 Millionen Euro ein. Auch der Umsatz sank von 36,7 auf 31,6 Millionen Euro. Wie 7C betonte, ist "die Bilanz des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 44 Prozent und einer Nettoverschuldung von 128 Millionen Euro stark". Als Faustregel wird eine Eigenkapitalquote von mehr als 30 Prozent als sehr gut angesehen.

Aufgrund der niedrigen Strompreise ändert 7C seine Geschäftsstrategie und gibt sein Ziel eines Anlagenbestands im Umfang von 500 Megawattpeak (MWp) auf. Stattdessen will sich das Unternehmen darauf konzentrieren, wieder bessere Ergebnisse mit dem bestehenden Anlagenbestand zu erzielen. Wenn Neubauprojekte keine ausreichende Rendite ausweisen, sollen "Aktienrückkäufe ganz oben auf der Tagesordnung stehen".

"Wir wollen uns voll auf unsere bestehenden Parks konzentrieren, anstatt der 500-MWp-Marke nachzujagen", erklärte 7C-Chef Steven De Proost. "Wachstum wird natürlich weiterhin möglich sein, wenn für ein Projekt selbst (und nicht für den Markt im Allgemeinen) hohe Renditen gesichert werden können. Wir freuen uns darauf, dem Markt zu zeigen, dass wir auch in schwierigen Zeiten wieder zu alter Profitabilität zurückfinden werden."

Für 2025 geht der Vorstand von "einer Rückkehr zu normalen Finanzkennzahlen" aus, mit einem EBITDA von 54 Millionen Euro und einem Cashflow pro Aktie von 0,54 Euro. Für 2024 geht das Unternehmen von einem Cashflow je Aktie von 0,43 Euro aus. Da das unter der Schwelle von 0,50 Euro je Aktie liegt, wird das Unternehmen für 2024 keine Dividende zahlen.

Im Xetra-Handel ist die Aktie aktuell 2,7 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 2,26 Euro (Stand: 24.9.2024, 9:15 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 2,3 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 30,1 Prozent an Wert eingebüßt.

7C kämpft in diesem Jahr schon länger mit Problemen, im Juli veröffentlichte das Unternehmen eine Gewinnwarnung. Mittlerweile ist unklar, ob 7C Solarparken 2024 netto einen Gewinn erzielen wird. Für defensive Anlegerinnen und Anleger ist die Aktie aktuell kein Investment, nun fällt auch die bislang attraktive Dividende aus.

Lesen Sie auch die ECOreporter-Dossiers Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Maschinen, Module und Wechselrichter (Teil 1) und Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Projektierer und Betreiber von Solaranlagen (Teil 2).

7C Solarparken AG: ISIN DE000A11QW68 / WKN A11QW6

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