Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Aktientipps, Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Fünfmal Risiko: Solaraktien Teil 2 – Projektierer und Betreiber
Der globale Solarausbau boomt, Wechselrichter und Module sind günstig. Im zweiten Teil unseres Solaraktienüberblicks lesen Sie, warum Projektierer und Betreiber von Solarparks trotzdem Probleme haben. ECOreporter hat geprüft, welche Aktien trotz der Risiken eine Option sein können.
Solarmodule und Wechselrichter sind historisch billig – das schmälert bei den Herstellern die Gewinne, wie Sie in Teil eins unseres Solaraktienüberblicks lesen können. Doch trotz der niedrigen Preise für Komponenten und starkem Wachstum bei der Zahl der installierten Anlagen stehen auch Unternehmen, die Solarparks planen, bauen und betreiben, derzeit unter erheblichem Druck. Die Finanzierungskosten sind gerade für große Solarparks deutlich gestiegen. Gleichzeitig sinken die Margen wegen niedriger Preise am Strommarkt. Früher mit künftigen Abnehmern fest vereinbarte Strompreise machen die Projekte zu den aktuellen Kosten weniger rentabel.
Kein großes US-Geschäft
Und: Der Konkurrenzdruck steigt. Anbieter für den Bau neuer Solarparks unterbieten sich bei Angeboten. Weil außerdem Verteilernetze überlastet sind, können Solarparks in vielen Ländern nicht zeitnah ans Netz angeschlossen werden, was zu Verzögerungen beim Betriebsstart und zur Verschiebung von Einnahmen führt. Viele Kraftwerksbetreiber beginnen daher aktuell auch, ins Energiespeichergeschäft einzusteigen.
Zusätzlich herrscht Unsicherheit bei der Förderung – auch in Europa. Denn die EU möchte Solarenergie zwar fördern, die Rahmenbedingungen sind aber nicht immer eindeutig oder gerade in der Überarbeitung. In Deutschland will die Bundesregierung sogar die Förderung für kleine Dachsolaranlagen streichen.
Übrigens: Keines der Unternehmen in unserer Übersicht hat ein nennenswertes US-Geschäft. Entwicklungen in den Vereinigten Staaten betreffen sie daher nur indirekt über die allgemeinen Schwankungen im Erneuerbare-Energien-Sektor. Die Solar-Schwergewichte in den USA sind konventionelle Energieriesen oder etwa der Konzern NextEra Energy, der auch Atomkraftwerke betreibt, und die AES Corporation, zu deren Geschäft auch Gaskraftwerke gehören.
Im Folgenden lesen Sie Einschätzungen zu diesen Solaraktien:
- 7C Solarparken
- Edisun Power
- Aventron
- Photon Energy
- Scatec
Viele Unternehmen, die Solarparks planen und bauen, verkaufen nicht nur Anlagen, sondern betreiben sie auch selbst. Das sorgt im Idealfall für verlässliche Einnahmen aus dem Stromverkauf. Die Mehrheit der Anlagenbetreiber setzt zudem auf Solar- und Windanlagen. Weil die Windenergie bei ihnen überwiegt, lesen Sie Einschätzungen zu den ECOreporter-Aktien-Favoriten Energiekontor und ABO Energy in unserem zweiteiligen Überblick zu Windaktien. Nicht mehr im Solarüberblick vertreten sind Neoen aus Frankreich und Emeren aus China. Neoen wurde vom kanadischen Vermögensverwalter Brookfield Asset Management aufgekauft, Emeren ist nach einer Fusion ebenfalls nicht mehr an der Börse.
Wenn Sie nicht in Einzelaktien investieren möchten, sondern lieber in ein ganzes Paket von Solartiteln, bieten sich bei nachhaltigen Fonds und ETFs Optionen dafür. Halbwegs breit in Erneuerbare Energien investieren etwa der LSF Solar & Sustainable Energy Fund, der LSF Active Solar oder ETFs wie der Invesco Solar Energy ETF, der Invesco Global Clean Energy ETF und der Deka Future Energy ETF. Aber Achtung: Diese Produkte waren in den letzten Jahren sehr schwankungsanfällig.
Lesen Sie im folgenden Premium-Bereich mehr dazu, welche Solarunternehmen aus der Kategorie Projektierer und Betreiber gute Aussichten haben und wo ein Einstieg aktuell nicht ratsam ist.
Die weiteren wichtigen Informationen lesen Sie als ECOreporter-Premium-Leser/-in.
Einloggen oder Premium-Leser/-in werden.
...