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7C Solarparken: Mehr Umsatz, aber hohe Wertminderungen
Der Solarstromerzeuger 7C Solarparken hat im ersten Halbjahr 2025 mehr Geld eingenommen, allerdings trotzdem einen Verlust eingefahren. Für die nächsten Jahre rechnet das Unternehmen aus Bayreuth mit schwächeren Margen.
7C Solarparken setzte in der ersten Jahreshälfte 35,9 Millionen Euro um. Das sind knapp 14 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2024. Trotz der gesunkenen Preise am Strommarkt stieg der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 23,2 auf 32,8 Millionen Euro.
Das Nettoergebnis sank hingegen von plus 1,4 Millionen Euro auf minus 2,8 Millionen Euro. Hauptgrund dafür waren außerplanmäßige Wertminderungen in Höhe von 33,3 Millionen Euro – fast doppelt so viel wie im ersten Halbjahr 2024.
Lesen Sie auch das zweiteilige ECOreporter-Dossier zu Solaraktien.
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Ein großer Teil der Wertminderungen entfiel auf die Solarparks des Konzerns, die wegen des voraussichtlich auch mittel- bis langfristig niedrig bleibenden Strompreisniveaus an Wert verloren haben. Aktuell ist 7C Solarparken nur eingeschränkt von den Preisveränderungen betroffen, da das Unternehmen für viele seiner Anlagen noch vergleichsweise hohe feste Einspeisetarife nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhält. Da zudem die Witterungsverhältnisse in den letzten Monaten gut waren, hat das Management seine EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr 2025 von „51 Millionen Euro“ leicht auf „mindestens 51 Millionen Euro“ angehoben.
Der Anteil der EEG-Anlagen wird in den nächsten Jahren allerdings sinken. 7C Solarparken will seine Stromerzeugungskapazität von derzeit 494 Megawatt peak (MWp) bis 2030 um jährlich 10 MWp erhöhen und zudem pro Jahr Batteriespeicher mit einer Kapazität von 15 Megawatt installieren, geht aber davon aus, 2030 nur noch ein EBITDA von 31 Millionen Euro zu erzielen.
Auf drei Jahre 66 Prozent im Minus
An der Börse kommt die schwache langfristige Prognose nicht gut an. Die 7C Solarparken-Aktie verlor gestern auf der Plattform gettex 3,9 Prozent an Wert und ging mit einem Kurs von 1,71 Euro aus dem Handel. Der Börsenwert ist seit Sommer 2022 wegen der Strompreisentwicklung stark gesunken. Auf drei Jahre gesehen ist die Aktie 66 Prozent im Minus, auf zwölf Monate beträgt der Verlust 22 Prozent.
Ein Einstieg bei 7C Solarparken ist nach Einschätzung von ECOreporter mit erhöhten Risiken verbunden, weil noch nicht absehbar ist, wie gut sich das Unternehmen im für ihn neuen Energiespeichermarkt behaupten kann und ob es gelingt, bei rückläufigen EBITDAs stabile Nettogewinne zu erzielen. Auch wenn 7C Solarparken wirtschaftlich weiterhin solide dasteht und Geld hat, um regelmäßig eigene Aktien zurückzukaufen: Defensive Anlegerinnen und Anleger sollten vorerst die weitere Geschäftsentwicklung abwarten.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie beträgt für 2025 vertretbare 15.
7C Solarparken AG: ISIN DE000A11QW68 / WKN A11QW6