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Nachhaltige Aktien, Anleihen / AIF
ABO Energy informiert zur Anleihe – Sanierung oder „game over“?
Der finanziell angeschlagene Erneuerbare-Energien-Konzern ABO Energy aus Wiesbaden muss saniert werden und will unter anderem die Bedingungen seiner börsennotierten Green Bond-Anleihe 2024/2029 ändern. Am gestrigen Donnerstagabend fand dazu eine Informationsveranstaltung statt. Welche neuen Erkenntnisse hat sie für Anlegerinnen und Anleger gebracht?
Projektverschiebungen und gesunkene Einspeisetarife
Bei der Online-Veranstaltung gab das Unternehmen einen groben Überblick über die aktuelle Situation und die nächsten geplanten Maßnahmen. Einiges davon war bereits bekannt und veröffentlicht (siehe etwa hier). ABO Energy-Finanzchef Alexander Reinicke erläuterte noch einmal, dass die zweite Prognosesenkung des Unternehmens von Mitte Januar notwendig gewesen sei, weil sich Umsätze nach 2026 verschoben hätten. Bei zwei größeren Projekten habe man die Abnahme von erreichten Meilensteinen nicht mehr bis zum 31. Dezember 2025 durchführen können.
Zudem habe ABO Energy weitere Wertberichtigungen auf geplante Projekte vornehmen müssen, nachdem man bei der letzten deutschen Windkraftausschreibung, deren Ergebnisse Anfang Januar veröffentlicht wurden, keine Zuschläge erhalten habe. Bei der Ausschreibung waren wegen der hohen Nachfrage nur Projekte bezuschlagt worden, die eine garantierte Stromeinspeisevergütung von maximal 6,12 Cent/kWh verlangt hatten. Der erlaubte Höchstgebotswert für die Ausschreibung lag bei 7,35 Cent/kWh. ABO Energy war von einem höheren Zuschlagsniveau ausgegangen und kann einige Projekte jetzt bis auf Weiteres nicht umsetzen.
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