Ein von ABO Energy gebautes Umspannwerk in Herrscheid. / Foto: ABO Energy

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

ABO Energy nimmt Umspannwerke in den Eigenbestand

Das Wiesbadener Grünstromunternehmen ABO Energy will künftig nicht nur komplette Erneuerbare-Energien-Parks, sondern auch einzelne Umspannwerke selbst betreiben. Ist die ECOreporter-Favoriten-Aktie derzeit attraktiv?

In den nächsten zwei Jahren plant ABO Energy, in Deutschland elf Umspannwerke zu errichten, um neue Wind-, Solar- und Batterieparks ans Netz zu bringen. In der Vergangenheit hat der Projektentwickler die von ihm errichteten Umspannwerke grundsätzlich gemeinsam mit den angeschlossenen Energieparks an deren Betreiber verkauft.

Jetzt nimmt ABO Energy deutsche Umspannwerke aus strategischen Gründen in den eigenen Bestand. „Das verschafft uns langfristig Vorteile beim Netzanschluss künftiger Projekte und eröffnet erhebliches Potenzial für zusätzliche Erträge“, sagt der für Unternehmensfinanzierung zuständige Geschäftsführer Alexander Reinicke.

Fördermittel von der KfW

Für die rund 71 Millionen Euro teure Finanzierung der elf Umspannwerke, die bis Ende 2027 ans Netz gehen sollen, hat sich ABO Energy geförderte Mittel aus dem Programm „Klimaschutzoffensive für Unternehmen“ der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gesichert. In den nächsten Jahren hat der Konzern eigenen Angaben zufolge die Möglichkeit, zusätzliche von der KfW geförderte Darlehen zur Finanzierung weiterer Umspannwerke aufzunehmen. 

„Die Erweiterung unseres Geschäftsmodells um den Betrieb von Umspannwerken generiert frühzeitige und gut planbare Zahlungsströme“, erläutert Geschäftsführer Reinicke. „Zugleich stärkt der unter dem Dach des KfW-Programms abgeschlossene Kreditvertrag unsere Unternehmensfinanzierung.“ In Summe profitiere man von einer nachhaltigen Stärkung der Liquidität wie auch der Ertragskraft. 

Im September hatte ABO Energy bereits mitgeteilt, künftig erstmals auch Wind-, Solar- und Speicherparks selbst betreiben zu wollen. Mehr dazu und warum deshalb aus der ABO Energy KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) möglicherweise wieder eine AG (Aktiengesellschaft) werden könnte, erfahren Sie hier.

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