ABO Energy hat im ersten Halbjahr 2024 mehr Gewinn gemacht und die Projektpipeline ausgebaut. / Foto: ABO Energy

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ABO Energy steigert Gewinn im ersten Halbjahr

Das Erneuerbare-Energien-Unternehmen ABO Energy (ehemals ABO Wind) aus Wiesbaden hat im ersten Halbjahr 2024 weniger Umsatz erzielt, seinen Gewinn aber gesteigert. Auch seine Projektpipeline baute der ECOreporter-Aktien-Favorit aus – besonders in Deutschland.

Der Umsatz fiel in den ersten sechs Monaten mit 122,5 Millionen Euro 6,3 Prozent niedriger aus als im ersten Halbjahr 2023. Wie ABO Energy erklärte, wurden die Einnahmen zu rund 58 Prozent in Deutschland erwirtschaftet. Wesentlich dazu beigetragen habe etwa das im März 2024 genehmigte brandenburgische Windkraftprojekt Schierenberg mit 48 Megawatt Nennleistung, das vorerst größte Einzelprojekt, das ABO Energy in Deutschland schlüsselfertig errichten wird.

Deutlich mehr Projekte in Deutschland

Der Nettogewinn stieg im ersten Halbjahr um 28 Prozent auf 11,4 Millionen Euro. Die Gesamtleistung, die sich aus dem Umsatz und der Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen zusammensetzt, legte um knapp 18 Prozent auf rund 187 Millionen Euro zu.

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Die Projektpipeline umfasst laut ABO Energy aktuell die Entwicklung und Errichtung von Erneuerbare-Energien- und Batterieprojekten mit einer Leistung von 24,8 Gigawatt (GW). Die Entwicklungspipeline besteht zu rund 60 Prozent aus Wind-, zu 30 Prozent aus Solar- und zu 10 Prozent aus Batterieprojekten.

Seit der letzten Aktualisierung der Projektpipeline im März seien damit zusätzliche Vorhaben im Umfang von 1,7 GW hinzugekommen, so ABO Energy in der Mitteilung. Davon entfallen 500 Megawatt (MW) auf den Heimatmarkt Deutschland. Hinzu kommt eine weitere Pipeline mit Wasserstoffprojekten im Umfang von 20 GW, die laut Unternehmen wegen ihres Risikoprofils separat ausgewiesen wird.

"Vor allem in Deutschland profitieren wir aktuell nicht allein von schnelleren Genehmigungsverfahren, sondern auch von der gewachsenen Bereitschaft, Flächen für die Nutzung Erneuerbarer Energien zur Verfügung zu stellen", erklärte ABO Wind-Chef Karsten Schlageter. Die Energiekrise, die der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine im Februar 2022 vorübergehend in ganz Europa ausgelöst hatte, wirke weiter. In Deutschland sei mit rund 5,6 GW von Januar bis Juni so viel Windkraftkapazität neu genehmigt worden wie nie zuvor.

Für das Gesamtjahr bestätigt die Geschäftsführung ihre im März veröffentlichte Prognose. ABO Energy erwartet 2024 einen Nettogewinn in der Spanne zwischen 25 und 31 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2023 hatte der Konzern mit 27,3 Millionen Euro sein bisher bestes Ergebnis erzielt.

"Trotz eines herausfordernden Umfelds mit volatilen Strompreisen und unsicherer Zinsentwicklung bleibt die Erwartung für das Geschäftsjahr 2024 positiv", so Geschäftsführer Schlageter. "Mittelfristig sehen wir weiterhin das Potenzial, den Jahresgewinn auf 50 Millionen Euro zu steigern."

Weiterhin gute Aussichten

Die Aktie von ABO Energy ist im Xetra-Handel aktuell 0,4 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 46,50 Euro (Stand: 30.8.2024, 10:29 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 7,4 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 8,5 Prozent eingebüßt.

ECOreporter sieht realistische Chancen, dass ABO Energy in den nächsten Jahren seine Gewinne weiter steigern kann. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2024 ist mit 15 moderat. Für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anlegern bieten sich daher nach wie vor Einstiegsgelegenheiten. In den letzten fünf Jahren ist der Abo Wind/Energy-Kurs um rund 167 Prozent gestiegen.

ABO Energy ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

Lesen Sie auch diese ECOreporter-Dossiers: Welche Windaktien sich jetzt lohnen können: Windpark-Entwickler und -Betreiber (Teil 2) und Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Projektierer und Betreiber von Solaranlagen (Teil 2)

ABO Wind/Energy: ISIN DE0005760029 / WKN 576002

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