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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten, Anleihen / AIF
ABO Energy will Anleihebedingungen ändern
Der angeschlagene Erneuerbare-Energien-Konzern ABO Energy möchte mit einer umfassenden Sanierung wieder auf die Beine kommen. Eine der geplanten Maßnahmen: Die Gläubiger der Unternehmensanleihe 2024/2029 sollen einer sogenannten Stillhaltevereinbarung beitreten.
ABO Energy hatte Mitte Januar bereits die zweite Gewinnwarnung innerhalb von zwei Monaten veröffentlicht (ECOreporter berichtete hier). Das Wiesbadener Unternehmen geht aktuell von einem Jahresverlust von 170 Millionen Euro für das abgeschlossene, aber noch nicht abgerechnete Geschäftsjahr 2025 aus. Als Hauptgründe für das hohe Minus nennt das Management Projektverschiebungen und Wertberichtigungen, weil neue Grünstromprojekte geringere Gewinnmargen hätten als ursprünglich gedacht.
Am Freitagabend gab ABO Energy nun eine „Stillhaltevereinbarung mit den Gläubigern wesentlicher Finanzierungen“ bekannt. Damit ist gemeint, dass beispielsweise Banken während des Zeitraums, in dem ABO Energy mit seinen Geschäftspartnern über ein Sanierungskonzept verhandelt, ihre Finanzierungen nicht außerordentlich kündigen.
Es sollen auch Stellen gestrichen werden
In der Mitteilung von ABO Energy heißt es: „Die Finanzierungspartner haben gegenüber der Gesellschaft zum Ausdruck gebracht, dass sie das Fortbestehen der bestehenden und eine etwaige Gewährung neuer Finanzierungen unter den Vorbehalt einer Reihe von Bedingungen stellen, zu denen die Einigung auf ein Sanierungskonzept und die Erstellung eines entsprechenden Sanierungsgutachtens zählen.“
ABO Energy will in der ersten Februarhälfte einen Entwurf für ein Sanierungsgutachten vorlegen, das derzeit von einer „renommierten Beratungsgesellschaft“ ausgearbeitet wird. Ziel sei „die nachhaltige Sanierung der Gesellschaft“. Das Management gehe „auf Grundlage der bisherigen Verhandlungen mit den Fremdkapitalgebern davon aus, das Sanierungskonzept erfolgreich umsetzen zu können“.
„Wir haben bereits zahlreiche Maßnahmen identifiziert und teilweise auch umgesetzt, um unsere Kosten an das veränderte Marktumfeld anzupassen – dazu gehört aller Voraussicht nach auch ein entsprechender Personalabbau“, erklärte Geschäftsführer Alexander Reinicke heute Morgen. ABO Energy plant, mit Sparmaßnahmen die laufenden Kosten um 50 bis 60 Millionen Euro zu drücken. Zudem will das Unternehmen aus einigen Märkten aussteigen, Büros schließen und künftig grüne Kraftwerke nicht nur planen und bauen, sondern auch selbst betreiben. Im laufenden Geschäftsjahr möchte man in die Gewinnzone zurückkehren.
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