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Alstom erzielt mehr Gewinn, Schuldenstand sinkt deutlich
Der französische Zughersteller Alstom hat im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres 2024/25 (April bis September) mehr Umsatz erzielt und seinen Gewinn deutlich gesteigert. Auch der Auftragsbestand ist gewachsen. Vor allem aber kann der Konzern seine Schulden deutlich senken.
Alstoms Umsatz belief sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres auf 8,8 Milliarden Euro, ein Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Außerdem verbuchte der Konzern zwischen April und September Aufträge in Höhe von 10,9 Milliarden Euro, 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Auftragsbestand stieg damit um 18 Prozent auf 94,4 Milliarden Euro.
Schulden deutlich gesenkt
"Die Nachfrage ist nach wie vor robust, angetrieben durch die Politik der grünen Mobilität, die sich als widerstandsfähig gegenüber geopolitischen Spannungen erweist", erklärt Alstom-CEO Henri Poupart-Lafarge. Das Unternehmen konzentriere sich nun darauf, sein Projektportfolio inmitten der Herausforderungen der Lieferkette effektiv zu managen und gleichzeitig die Kosteneffizienz zu steigern.
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Alstoms Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im ersten Geschäftshalbjahr auf 515 Millionen Euro, eine Steigerung um 18 Prozent. Die um Sondereffekte bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich von 5,2 auf 5,9 Prozent. Der Nettogewinn vervielfachte sich von 1 Million Euro im Vorjahr auf 55 Millionen Euro. Allerdings hatten im Geschäftsjahr 2023/24 etwa Abschreibungen und Wertminderungen das Ergebnis deutlich belastet.
Der um Sondereffekte bereinigte Reingewinn (Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen ohne Kaufpreisallokation und Wertminderung nach Steuern) belief sich in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2024/25 auf 224 Millionen Euro, verglichen mit 174 Millionen Euro im Vorjahr.
Einen deutlichen Fortschritt erzielte der Konzern bei seinen Schulden – diese sind seit der teuren Übernahme der Bahnsparte des kanadischen Konzerns Bombardier 2021 hoch. Alstom konnte seine Nettoverschuldung im letzten Geschäftshalbjahr von rund 3 Milliarden Euro auf knapp 927 Millionen Euro senken. Eine Kapitalerhöhung, die Ausgabe von nachrangigen unbefristeten Wertpapieren und die Veräußerung von Geschäftsbereichen brachten laut Konzern positive Effekte in Höhe von 2,3 Milliarden Euro.
Aktie bietet weiterhin Chancen
Seinen Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte Alstom. Der Konzern erwartet für 2024/25 weiter ein Wachstum im Tagesgeschäft von 5 Prozent und eine bereinigte EBIT-Marge von 6,5 Prozent.
Das Verhältnis zwischen Aufträgen und abgerechneten Leistungen (Book-to-Bill Ratio) soll bei über 1 liegen. Das bedeutet, dass mehr Bestellungen eingehen sollen als abgearbeitet werden, ein Zeichen für eine gute Auftragslage. Im laufenden Geschäftsjahr will Alstom zudem die Integration von Bombardier vollständig abschließen.
Die Alstom-Aktie notiert im Xetra-Handel aktuell 0,9 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 21,09 Euro (Stand: 22.11.2024, 9:15 Uhr). Sie ist in diesem Jahr deutlich auf Erholungskurs, im Monatsvergleich legte sie 2,8 Prozent zu, auf Jahressicht hat sie 80,6 Prozent an Wert gewonnen.
Seit der Bombardier-Übernahme 2021 war es für den Börsenkurs bis Anfang dieses Jahres stetig abwärts gegangen, auf fünf Jahre betrachtet hat die Aktie 51,3 Prozent an Wert eingebüßt. ECOreporter sieht aber langfristig nach wie vor gute Chancen für Alstom, zumal wenn es dem Konzern gelingt, seien Schulden noch weiter zu senken. Die Geschäfte laufen robust und erholen sich zusehends, die Auftragssituation ist stark und scheint krisenresistent. Das passt ins Bild: Auch beim Technologiekonzern Siemens war die Bahnsparte im abgelaufenen Rekordjahr das stärkste Segment.
Für geduldige Anlegerinnen und Anleger mit erhöhtem Risikobewusstsein kann ein Einstieg in die Alstom-Aktie weiter eine Option sein. Seit einer ECOreporter-Empfehlung im Januar bei einem Preis von 11,37 Euro ist der Börsenkurs um 83 Prozent gestiegen.
Alstom S.A.: ISIN FR0010220475 / WKN A0F7BK
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