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Alstom schließt Milliardenvertrag mit Hamburger Hochbahn
Der französische Eisenbahnbauer Alstom hat einen milliardenschweren Rahmenvertrag mit dem Hamburger U-Bahn- und Busnetz-Betreiber Hamburger Hochbahn geschlossen.
Alstom soll laut Mitteilung der Unternehmen 374 neuen U-Bahn-Fahrzeuge in die Hansestadt liefern. Außerdem sollen die Franzosen die neue Linie U5 mit geplanten 23 Haltestellen auf 25 Kilometern Strecke mit einem System für den vollautomatischen Betrieb ausrüsten, wie Hochbahn-Chef Robert Henrich und Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) erklärten. Der Auftrag hat demnach ein Gesamtvolumen von 2,8 Milliarden Euro.
Kapitalerhöhungen belasten Aktie
Die neuen U-Bahnen bieten laut Mitteilung mehr Platz und können mit oder ohne Fahrpersonal betrieben werden. Die ersten Züge sollen 2028 fahren. "Mit den neuen Zügen von Alstom bringen wir mehr Komfort, mehr Platz, Service und Sicherheit in den Hamburger Nahverkehr und schaffen für die Menschen ein zeitgemäßes, attraktives Mobilitätsangebot", so Verkehrssenator Tjarks.
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In einer ersten Tranche sollen 48 Fahrzeuge geliefert werden, die dann ab Anfang 2028 zum Einsatz kommen. Allein dieser Auftrag habe ein Volumen von 670 Millionen Euro, so Alstom. Gefertigt werden die Bahnen in Salzgitter.
Die Alstom-Aktie schloss am gestrigen Mittwoch 5,7 Prozent im Plus zum Vortag bei 16,87 Euro (Stand: 10.7.2024, 22:26 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 2,7 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 34,1 Prozent an Wert eingebüßt.
Alstom hat in den letzten drei Jahren mehrere Kapitalerhöhungen durchgeführt, die den Aktienkurs belasteten. Das Unternehmen hatte sich hoch verschuldet, um 2021 die Bahnsparte des kanadischen Konzerns Bombardier übernehmen zu können. Das Tagesgeschäft läuft bei Alstom derzeit solide. Im Geschäftsjahr 2023/2024 (April bis März) stieg der Umsatz um 6,7 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Wegen der hohen Kreditbelastungen aus der Bombardier-Übernahme erhöhte sich der Nettoverlust von 132 auf 309 Millionen Euro.
Die Alstom-Aktie hat seit dem Bombardier-Kauf 2021 stark an Wert verloren, auf drei Jahre gesehen büßte sie 56 Prozent ein. Seit März zeigte der Kurs leichte Anzeichen der Erholung, in drei Monaten stieg die Aktie um 19 Prozent.
ECOreporter sieht trotz der Schuldenprobleme realistische Chancen, dass Alstom mittelfristig wieder gute Ergebnisse erzielen wird. Abgesehen von der Bombardier-Übernahme laufen die Geschäfte weitestgehend stabil. Für risikobereite Anlegerinnen und Anleger kann ein Einstieg in die Aktie weiter eine Option sein. Seit einer entsprechenden ECOreporter-Empfehlung im Januar ist der Börsenkurs um 48 Prozent gestiegen.
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Alstom S.A.: ISIN FR0010220475 / WKN A0F7BK