Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

AMD macht deutlich mehr Gewinn – Prognose lässt Aktie nachgeben
Der US-Chipentwickler AMD profitiert vom Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz (KI) und konnte seinen Nettogewinn im dritten Quartal 2024 mehr als verdoppeln. Aufgrund von Produktionsengpässen enttäuscht der Konzern aber bei seiner Prognose.
Im dritten Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 6,8 Milliarden US-Dollar, rund 100 Millionen Dollar mehr als von Analysten erwartet. Das Geschäft in der Rechenzentrumssparte, zu der die KI-Chips zählen, wuchs um 122 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar.
Nachfrage höher als das AMD-Angebot
Seinen Nettogewinn vervielfachte AMD im Zeitraum Juli bis September von 299 Millionen Dollar im Vorjahr auf 771 Millionen Dollar. Dabei profitierte der Konzern nach eigenen Angaben auch von einer Steuergutschrift.
Im Premium-Bereich finden Sie eine aktuelle Einschätzung der AMD-Aktie. Lesen Sie auch die ECOreporter-Dossiers Nachhaltige Halbleiter-Aktien: Bis fast 3.000 % Plus in 5 Jahren - wo sich der Einstieg noch immer lohnen kann und Nachhaltig in Künstliche Intelligenz investieren? Das sind die ECOreporter-KI-Aktientipps.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
AMD sehe weiter "erhebliche Wachstumschancen, die durch den unstillbaren Hunger nach mehr Rechenleistung angetrieben werden", sagte Firmenchefin Lisa Su bei Präsentation der Zahlen. Für das Gesamtjahr 2024 erwartet der Konzern jetzt einen Umsatz mit KI-Chips von 5,0 statt 4,5 Milliarden Dollar.
Die Nachfrage nach den Chips des Unternehmens ist aber so hoch, dass AMD sie derzeit nicht befriedigen kann. Für das Schlussquartal 2024 stellte AMD einen Umsatz von 7,2 bis 7,8 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten auf deutlich höhere Erlöse gehofft, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ohne konkrete Zahlen zu nennen.
AMD will im vierten Quartal mit der Massenproduktion seines neuen KI-Chips MI325X beginnen. In der zweiten Jahreshälfte 2025 soll dann die nächste Generation des Prozessors MI350 auf den Markt kommen. Die Facebook-Mutter Meta und der Software-Konzern Microsoft nutzen bereits KI-Chips von AMD.
AMD kündigte außerdem an, den US-amerikanischen Server-Hersteller ZT Systems für 4,9 Milliarden Dollar zu übernehmen. Damit sollen Hochleistungsrechner mit KI-Chips von AMD schneller zur Marktreife gebracht werden.
Aktie bleibt sehr hoch bewertet
Die AMD-Aktie ist aufgrund der Enttäuschung über die Prognose im Tradegate-Handel aktuell 1,2 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 140,86 Euro (Stand: 30.10.2024, 12:28 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 2,3 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 55,6 Prozent an Wert gewonnen.
Die AMD-Aktie hat im Zuge des KI-Booms deutlich zugelegt, auf Sicht von fünf Jahren ist der Kurs um 384 Prozent gestiegen. Seit Marktbeobachter etwas skeptischer geworden sind, was die mittelfristigen wirtschaftlichen Perspektiven von KI-Anwendungen angeht, schwankt der Kurs, bewegt sich aber immer noch auf sehr hohem Niveau: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 liegt bei 103, für 2025 bei 46. Damit ist die Aktie nach Einschätzung von ECOreporter derzeit klar zu teuer für einen Neueinstieg. Wer schon investiert ist, sollte seine Papiere langfristig halten.
AMD Inc.: ISIN US0079031078 / WKN 863186
Verwandte Artikel
09.03.26
>