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AMD mit starkem vierten Quartal – Prognose sorgt für Enttäuschung
Der US-amerikanische Chiphersteller AMD (Advanced Micro Devices) hat seinen Umsatz und Gewinn im vierten Quartal 2023 deutlich gesteigert. Im Gesamtjahr schwächelte das Geschäft allerdings. Und weil die Prognose enttäuscht, geht es für die Aktie abwärts.
Zwischen Oktober und Dezember konnte AMD seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 Prozent auf 6,2 Milliarden US-Dollar steigern. Die Erlöse aus der Rechenzentrumssparte, zu der auch die Prozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) zählen, legten dabei um 38 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar zu. Unter dem Strich vervielfachte der Gewinn sich von 21 auf 667 Millionen Dollar.
AMD nimmt Intel Marktanteile ab
Bei Chips zur Unterstützung von KI-Anwendungen beherrscht der US-Konzern Nvidia nach Schätzungen von Analysten 80 Prozent des Marktes. AMD ist es 2023 mit seinen KI-Chip-Angeboten aber gelungen, dem deutlich größeren Konkurrenten Intel Marktanteile abzujagen. Intel hat bislang keine relevanten Angebote im KI-Bereich und verzeichnete im vergangenen Jahr sinkende Einnahmen im Geschäft mit Rechenzentren.
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Auf das Gesamtjahr betrachtet sank der Umsatz von AMD um 4 Prozent auf rund 23 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn gab um 35 Prozent auf 854 Millionen Dollar nach. AMD litt im vergangenen Jahr lange unter dem Nachfrageeinbruch am PC-Markt.
Weil die schwache Konjunktur den Bedarf an programmierbaren Prozessoren für Autos oder medizinische Geräte drückt, prognostiziert AMD für das laufende erste Quartal 2024 einen überraschend geringen Umsatz von 5,4 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 5,77 Milliarden Dollar gerechnet.
Die AMD-Aktie verlor wegen des enttäuschenden Ausblicks am Mittwoch 2,2 Prozent. Aktuell ist das Papier auf Erholungskurs und im Tradegate-Handel 2 Prozent im Plus zum Vortag bei einem Preis von 158,30 Euro (Stand: 1.2.2024, 9:35 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 27,8 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 105 Prozent an Wert gewonnen.
Die letzten Jahre liefen gut für AMD, dem Unternehmen ist es vor allem dank der ausgelagerten und moderneren Fertigung gelungen, Boden auf Intel gutzumachen. Der Aktienkurs stieg auf fünf Jahre gesehen um mehr als 600 Prozent. Allerdings ist der Kurs mittlerweile stark überhitzt: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 ist mit 100 deutlich zu hoch für einen Einstieg.
Zwar ist AMD prinzipiell gut aufgestellt. Wann mit einer angemessenen Bewertung der Aktie zu rechnen ist, lässt sich derzeit allerdings nicht abschätzen. Wer schon investiert ist, sollte seine Papiere langfristig halten.
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AMD Inc.: ISIN US0079031078 / WKN 863186