Hauptsitz der Evangelischen Bank in Kassel. / Foto: EB / Foto: Unternehmen

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Aus dem EB-Öko-Aktienfonds wird der EB – Global Equities

Die EB-SIM, der Vermögensverwalter der Evangelischen Bank aus Kassel, benennt seinen EB-Öko-Aktienfonds in EB – Global Equities um und verändert auch einiges an der Anlagestrategie.

Ab 1. September setzt der 1991 aufgelegte Fonds unter seinem neuen Namen nicht mehr vorrangig auf das Thema Ökologie, sondern will globaler und über mehr Branchen hinweg in nachhaltige Aktien investieren. Zudem strebt der EB – Global Equities eine jährliche Ausschüttungsquote von 3 Prozent aus vereinnahmten Dividenden an. Das bisherige Management-Team wird den Fonds auch weiterhin betreuen.

Bei der Aktienauswahl wendet die EB-SIM nach wie vor ihr „Werte-Integration-Wirkung-Konzept“ an. Aktien sind nur investierbar, wenn sie den Nachhaltigkeitsansprüchen der Evangelischen Bank genügen, also etwa die Kriterien des Leitfadens für ethisch-nachhaltige Geldanlagen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erfüllen. Dabei greift die EB-SIM auf ihren selbst entwickelten, durch künstliche Intelligenz gestützten EB-ESG-Score zurück.

Wirkung bleibt wichtig

Wichtig ist für die EB-SIM auch weiterhin das Thema Engagement: Mit gezielten Unternehmensdialogen und der Wahrnehmung von Stimmrechten auf Hauptversammlungen will der Vermögensverwalter die nachhaltige Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft fördern.

Warum der Fonds nicht länger den Begriff „Öko“ im Namen führt, erläutert Sebastian Kösters, Investmentchef der EB-SIM, in einem Interview mit dem Magazin „Das Investment“: „Alle unsere Produkte sind nachhaltig und werden das auch bleiben. Was wir aber nicht mehr machen, ist die extern vorgegebene Nachhaltigkeit. Wir möchten unser eigenes Nachhaltigkeitsverständnis in den Produkten umsetzen, basierend auf dem EKD-Leitfaden. Was wir auch nicht machen, ist, aufgrund kurzfristiger politischer Meinungen unser Nachhaltigkeitskonzept über Bord zu werfen.“ Aufgrund neuer EU-Regularien dürfen Fonds bestimmte Nachhaltigkeitsbegriffe nur noch im Namen führen, wenn sie – teils diskussionswürdige – Vorgaben erfüllen (ECOreporter berichtete hier).

Zum künftigen Vorgehen bei der Aktienauswahl sagt Kösters in dem Interview: „Das Produkt wird breiter diversifiziert und nicht mehr so speziell auf erneuerbare Energien ausgerichtet. Ein Sportartikelhersteller war beispielsweise vorher nicht investierbar, wird jetzt aber möglich sein, sofern er gewisse Nachhaltigkeitskriterien erfüllt.“

ECOreporter hat in den letzten Jahren mehr als 250 nachhaltige Fonds und ETFs getestet. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Einen Test des EB-Öko-Aktienfonds finden Sie hier.

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