Die Zuschlagswerte für Dach-Solaranlagen haben sich kaum verändert. / Foto: Pixabay

  Erneuerbare Energie, Meldungen

Ausschreibung für Solaranlagen mit mehr Geboten

Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge der Oktober-Ausschreibung für Aufdach-Solaranlagen veröffentlicht. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 296 Megawatt (MW) wurden 177 Gebote mit einer Gebotsmenge von 347 MW eingereicht.

Im Vergleich zur vorherigen Ausschreibungsrunde im Juni 2026 mit einer Gebotsmenge von 238 MW ist die eingereichte Gebotsmenge damit deutlich gestiegen. Das könnte auch an der Unsicherheit liegen, wie es mit den Ausschreibungen im nächsten Jahr weitergeht, da das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2027 (EEG) noch nicht parlamentarisch beschlossen wurde.

Die Bundesnetzagentur hat in der Oktober-Ausschreibungsrunde für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden 34 Gebote mit einem Volumen von 58 MW vom Zuschlagsverfahren ausgeschlossen. Es wurden daher 143 Gebote mit einem Volumen von 288 MW zum Zuschlagsverfahren zugelassen und bezuschlagt.

Zuschlagswert bleibt bei rund 9,7 Cent/kWh

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte reichen von 8,50 Cent/kWh bis 10 Cent/kWh. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert liegt mit 9,67 Cent/kWh auf dem Niveau der Vorrunde (9,72 Cent/kWh).

Die meisten Zuschläge entfallen auf Gebote für Standorte in Nordrhein-Westfalen (66 MW, 38 Zuschläge), gefolgt von Hessen (30 MW, 11 Zuschläge), Brandenburg (28 MW, 14 Zuschläge), Niedersachsen (27 MW, 16 Zuschläge) und Rheinland-Pfalz (19 MW, 6 Zuschläge).

Zuschläge für VGP und Greeno

Das Unternehmen mit den meisten Zuschlägen ist die VGP Renewable Energy Deutschland GmbH mit elf Zuschlägen. VGP Renewable Energy bietet nach eigenen Angaben Lösungen für erneuerbare Energien für Lagerhäuser an, darunter Solar-, Wind- und Wärmeenergie sowie Integratoren für Speicherung und Verteilung. Sie bieten gemäß den Angaben auf der Unternehmenswebseite ihren Mietern grüne Energie, die vor Ort oder außerhalb des Standorts mit VGP-eigenen Photovoltaikanlagen erzeugt wird. Die Energie werde über Leasing- oder Stromabnahmeverträge bereitgestellt. 

Zuschläge gingen unter anderem auch an zwei „Greeno“-Gesellschaften für zusammen 7,9 MW. "Greeno"-Projektgesellschaften der Greenovative-Gruppe mit Hauptsitz in Nürnberg hatten auch bei der letzten Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen mehrere Zuschläge erhalten. Greenovative bietet Bürgerbeteiligungen an, deren Zeichnung bundesweit möglich ist.

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