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Autobauer BYD: Fahrzeugrabatte belasten deutlich gestiegenen Gewinn
Der chinesische Elektrofahrzeughersteller BYD hat seinen Gewinn 2023 nach ersten Schätzungen fast verdoppelt. Trotzdem sind Analysten unzufrieden.
Der Konzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr nach vorläufigen Zahlen einen Nettogewinn von 29 bis 31 Milliarden Yuan (3,7 bis 4,0 Milliarden Euro), ein Plus von 75 bis 87 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings hat sich das Gewinnwachstum damit deutlich verlangsamt: 2022 hatte BYD das Nettoergebnis zum Vorjahr noch um das 4,5-Fache steigern können.
Ist die BYD-Aktie attraktiv?
Auch die Erwartungen der Analysten verfehlte BYD. Diese hatten nach einer Umfrage der US-Nachrichtenagentur Bloomberg im Schnitt mit einem Gewinn von 31,5 Milliarden Yuan gerechnet. Beim Umsatz geht das Unternehmen von 612,1 Milliarden Yuan (78,9 Milliarden Euro) aus, was im Rahmen der Erwartungen liegt.
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BYD hat im vergangenen Jahr fast 1,6 Millionen Elektrofahrzeuge verkauft, 2022 waren es 911.000. In den letzten drei Monaten des Jahres überholte der chinesische Autobauer Tesla als weltweit größten Hersteller von reinen Elektrofahrzeugen. Wie bei Tesla wurde der Absatz dabei auch durch umfangreiche Rabatte angekurbelt, die auf Kosten eines noch höheren Profits gingen.
An der Börse sorgten die verfehlten Erwartungen für schlechte Stimmung, im Tradegate-Handel notiert die BYD-Aktie aktuell 2,1 Prozent im Minus zum Vortag bei einem Preis von 21,30 Euro (Stand: 30.1.2024, 9:37 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 13,3 Prozent an Wert verloren, im Jahresvergleich ist sie 28,8 Prozent im Minus. Auf fünf Jahre gesehen ist der Kurs um 317 Prozent gestiegen.
Trotz Absatzrekord und wachsender Marktanteile ist die BYD-Aktie an der Börse seit Monaten unter Druck. Ein Grund ist, dass der Konzern zwar mittlerweile der absatzstärkste Autobauer Chinas ist, sich aber trotz eines engagierten Expansionskurses schwer tut, in anderen Märkten Fuß zu fassen.
Bei der Aktie sollten nachhaltige Anlegerinnen und Anleger zudem die politischen Risiken nicht aus den Augen verlieren: Wie alle chinesischen Unternehmen ist BYD abhängig von Entscheidungen der chinesischen Regierung und dürfte wegen des Handelskriegs zwischen China und den USA und des schwelenden Taiwan-Konflikts auch weiterhin Schwierigkeiten haben, in der westlichen Welt zu expandieren. In den Vereinigten Staaten etwa ist ein Markteintritt absehbar ausgeschlossen. Die BYD-Aktie ist für ECOreporter kein Investment für defensive Anlegerinnen und Anleger.
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BYD Company Limited: ISIN CNE100000296 / WKN A0M4W9